In der 1. Klasse Nordwest setzte sich SV Leobendorf II mit 4:0 gegen USV Niederleis durch – und das praktisch schon vor der Pause. Luca Marschler traf dreimal, dazu netzte Lorenz Hafner. Co-Trainer Gerhard Sturm sprach von einer klaren Sache: „Wir waren von Anfang an dominant, haben Niederleis in die eigene Hälfte gedrückt. Vier null zur Pause war schon eindeutig.“ Nach dem Seitenwechsel blieb es beim letztlich ungefährdeten Heimsieg.
Leobendorf II erwischte einen Start nach Maß und ließ von Beginn an keinen Zweifel, wer das Spiel bestimmen würde. Der frühe Lohn: In Minute 10 stellte Luca Marschler auf 1:0, nur drei Minuten später erhöhte Lorenz Hafner auf 2:0. Der Druck riss nicht ab, Leobendorf blieb am Drücker und legte noch vor der Halbzeit nach. Marschler schnürte mit dem 3:0 (30.) den Doppelpack und fixierte kurz vor dem Pausenpfiff sogar den Hattrick zum 4:0 (44.). Sturm ordnete den Auftritt so ein: „Wir waren über die ersten 45 Minuten dominant, wollten Fußball spielen und über die Seiten kommen. Wir haben Niederleis keine Luft gelassen.“ Aus seiner Sicht hatte der Gegner lediglich nach dem 1:0 eine gute Möglichkeit zum Ausgleich, vergab aber – das änderte am klaren Bild nichts.
In der Analyse hob Gerhard Sturm nicht nur die Wucht der Anfangsphase hervor, sondern auch den Plan dahinter. „Wir haben versucht, unsere Stärken auf den Platz zu bringen und über die Flügel Druck zu machen“, sagte der Co-Trainer. Das 1:0 nannte er ein „super Tor von Marschler“, der mit seinem Dreierpack natürlich herausstach. Gleichzeitig legte Sturm Wert auf die Gesamtleistung: „Egal, wer spielt – vom ersten bis zum sechzehnten Spieler bringt jeder seine Leistung. Wir sind eine eingeschworene Truppe, eine junge Mannschaft, die 90 Minuten Powerfußball spielt.“ Auch das Gefühl, die Partie völlig im Griff zu haben, riss laut Sturm nie ab: „Ich hatte nie Bedenken, dass das kippen könnte.“ So passte es ins Bild, dass der Gegner seine Spitze Lörinczi kaum in Szene setzen konnte – Leobendorf hatte das Spiel im Griff und ließ es nicht mehr aus der Hand.
Nach der Pause blieb Leobendorf II klar, aber ohne weiteres Tor. „Wir wollten weiter konsequent spielen und auf den Abschluss gehen. Es ist nicht immer garantiert, dass du nach einer 4:0-Pausenführung noch vier, fünf Tore nachlegst“, erklärte Sturm. „Vielleicht waren wir ein bisschen verspielt, aber das war im Rahmen. Wir haben unseren dominanten Fußball fortgesetzt.“ Trotz der klaren Vorstellung bleibt der Entwicklungsblick: „Wir wollen konsequenter werden, an den Abschlüssen arbeiten und taktisch weiter zulegen. Woche für Woche sind wir auf einem guten Weg.“ Lob gab es auch für das junge Schiedsrichterteam: „Man muss den Hut ziehen. Unsere Schiedsrichterin hat das sehr, sehr gut gemacht – konsequent und ohne Aufregungen.“ Zum Gegner blieb Sturm sachlich, auch mit einem Seitenblick auf Ausfalldiskussionen: „Ausfälle hat jede Mannschaft. Dafür hat man einen 16-Mann-Kader und schenkt auch jenen Vertrauen, die seltener spielen.“
Die 4:0-Gala untermauert den starken Lauf von Leobendorf II, der auch in der Tabelle sichtbar ist: Laut aktuellem Stand liegt die Zweier-Mannschaft auf Platz zwei, während Niederleis im Spitzenfeld rangiert. Entscheidend am Freitagabend war aber die Art und Weise: frühe Kontrolle, klare Kante in den Zweikämpfen, viel Ballbesitz und vorne ein eiskalter Marschler, den Hafner früh unterstützte.
„Es war eine hervorragende Vorstellung meiner Jungs“, fasste Sturm zusammen. „Ich bin wirklich sehr stolz auf die Mannschaft. Es macht Freude, mit ihnen zu arbeiten, und man sieht am Feld, dass sie Spaß haben.“ Mit dieser Mischung aus Spielfreude, Tempo und mannschaftlicher Geschlossenheit wirkt Leobendorf II für die letzten Runden bestens gerüstet.