In der 1. Klasse Nordwest verlor der USV Leitzersdorf ein intensives Heimspiel gegen den USV Nappersdorf mit 1:2. Die Gäste gingen früh durch Duska Stupar in Führung, Rene Miklautz glich vor der Pause aus. Nach einer druckvollen zweiten Hälfte der Hausherren entschied Fabian Karl in der 90.+5 mit dem späten 1:2. Aus Leitzersdorfer Sicht bitter: viele Chancen, aber keine Belohnung und ein Eigenfehler leitete den entscheidenden Treffer ein.

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Nappersdorf legte los wie die Feuerwehr und stellte Leitzersdorf in den ersten Minuten mit aggressivem Pressing zu. Michael Labschütz, Interimstrainer und Obmann Stv. des USV Leitzersdorf, brachte es klar auf den Punkt: "Nappersdorf hat mit hohem Pressing begonnen und relativ schnell Druck gemacht." In Minute 9 traf Duska Stupar zum 0:1. Leitzersdorf reagierte, stellte – so Labschütz – "von einem 4-2-3-1 auf ein 4-4-2" um und bekam zusehends Zugriff. "Ab dem Zeitpunkt haben wir das Spiel gut gelenkt, viel Ballbesitz gehabt und Chancen gefunden." Der Ausgleich fiel nach einer schönen Aktion über links: Der Abschluss wurde zentral abgewehrt, Rene Miklautz kam von rechts eingelaufen und jagte den Ball in Minute 34 zum 1:1 ins Netz. Zur Pause stand es 1:1, Leitzersdorf hatte das Spiel nun spürbar besser im Griff.
Nach dem Seitenwechsel blieben die Hausherren am Drücker. Labschütz schilderte mehrere heikle Szenen: "Nach Freistoß und Ecke hatten wir gleich zwei Sequenzen, in denen wir im Sechzehner das Tor machen müssen. Die zweiten Bälle haben wir nicht gut genug verwertet." Früh in Hälfte zwei schepperte es zudem im Metall – Dino Cavkic traf die Latte. "Wir hatten in Halbzeit diverse Großchancen und eine, die wir einfach machen müssen", haderte der Leitzersdorfer Interimstrainer, der die Kontrolle seiner Mannschaft betonte: "Wir haben den Gegner von links nach rechts laufen lassen, sind dann in die Tiefe gegangen und so viele Chancen vor dem Sechzehner und in der Box vorgefunden." Nur das Tor fehlte.
Als vieles auf eine Punkteteilung hindeutete, kippte die Partie in der Nachspielzeit. "In einer der letzten Aktionen verlieren wir vorne den Ball, verteidigen den Gegenangriff, spielen dann zurück zum Tormann. Er will klären, rasiert unter dem Ball, und der Gegner braucht nur mehr einzuschieben", beschrieb Labschütz die unglückliche Entstehung des 1:2. Torschütze war Fabian Karl in der 90.+5. Die Enttäuschung war greifbar: "Sehr bitter, weil wir definitiv die stärkere und überlegene Mannschaft waren." Und weiter: "Mindestens ein Punkt wäre notwendig gewesen." Das Fazit fiel entsprechend deutlich aus: "Eine Niederlage in einem Spiel, das du eigentlich gewinnen solltest, tut doppelt weh."
Neben der vergebenen Effizienz blieb für Leitzersdorf auch die eine oder andere strittige Szene hängen. "Den Elfmeterpfiff hat er sich nicht getraut", meinte Labschütz. Außerdem habe es "ein Abseits, das keines war" gegeben, bei dem Tobias Lausch links durch gewesen wäre. Auch eine Vorteilssituation ärgerte ihn: "Zotter läuft Richtung Sechzehner, wir bleiben im Ballbesitz, und es wird trotzdem abgepfiffen und Gelb gezeigt – den hätte er laufen lassen können." Trotz aller Kritik sah er die Verantwortung zunächst bei sich und im Start: "Die ersten zehn Minuten haben wir ihrem Pressing nicht standgehalten. Das ist der Mannschaft nicht vorzuwerfen, darauf habe ich die Mannschaft taktisch nicht gut genug vorbereitet." In der Tabelle hält Leitzersdorf bei 27 Punkten auf Rang 11, Nappersdorf liegt mit 37 Zählern auf Platz 8. Für das Saisonfinish lautet der Auftrag klar: "Der Matchplan hat funktioniert – nur die Torauswertung nicht. Daran müssen wir ansetzen."