In der 1. Klasse Nordwest musste sich der USV Nappersdorf daheim mit 1:3 der SG Obritz / Hadres-M. beugen. Die Gäste stellten mit drei Treffern in der ersten halben Stunde die Weichen früh, Nappersdorf kam nach der Pause besser ins Spiel, mehr als der Anschluss war aber nicht drin. Aus Sicht von Gäste-Trainer Jürgen Lukas Hutterer waren neben der starken Anfangsphase vor allem zwei parierte Elfmeter seines Keepers der Schlüssel – ein Auswärtssieg, der der Mannschaft sichtlich gut tat.

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Obritz / Hadres-M. erwischte den besseren Start und spielte die ersten Minuten zielstrebig nach vorne. Der Lohn kam früh: Michael Neubauer traf in Minute 13 zum 0:1, Lukas Höllmüller legte in der 28. Minute das 0:2 nach, und nur zwei Minuten später stellte Stefan Ruhdorfer auf 0:3. Mit diesem deutlichen Polster ging es in die Pause. „Eigentlich ab der ersten Minute – wir haben in den ersten dreißig Minuten schon 3:0 geführt“, sagte Jürgen Lukas Hutterer, der seine Elf „sechzig Minuten lang als die dominierende Mannschaft“ sah. Nappersdorf suchte in Halbzeit eins zwar nach Lösungen, doch die Gäste standen stabil und ließen wenig zu. Der klare Halbzeitstand von 0:3 passte aus Gäste-Sicht genau zu dieser Mischung aus Effektivität vorne und Ordnung hinten.
Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel nicht sofort, doch mit fortschreitender Spielzeit arbeitete sich Nappersdorf in die Partie. Hutterer schilderte, dass ein Doppeltausch um die 60. Minute seiner Mannschaft „gefühlt das Spiel aus der Hand“ genommen habe. Kurz danach belohnten sich die Hausherren: In der 69. Minute traf Fabian Karl zum 1:3 und gab seinem Team frischen Mut. Richtig brenzlig wurde es aus Gäste-Sicht vor allem vom Punkt. „Unser Tormann war gestern der Beste am Platz und hat zwei Elfmeter gehalten“, betonte Hutterer. „Das waren die Schlüsselszenen. Wenn er die nicht hält, geht es vielleicht Unentschieden aus, weil Nappersdorf noch einmal Luft bekommen hätte. So hat er uns den Sieg gesichert.“ Die Strafstöße seien aus seiner Sicht „kann man geben, muss man nicht“, er habe die Entscheidungen aber akzeptiert. Am Ende stand ein Auswärtssieg, der sich in Hälfte zwei hart erarbeitet anfühlte.
In seiner Analyse hob Hutterer die innere Stabilität seines Teams hervor. Auf die größte Stärke angesprochen, kam die Antwort ohne Umschweife: „Zusammenhalt und Siegeswille.“ Gleichzeitig ließ der Trainer die Mahnung folgen: „Wir müssen über neunzig Minuten konstant sein. Nach meinem Doppeltausch in der 60. haben wir das Spiel gefühlt aus der Hand gegeben, und das darf nicht passieren.“ Den Gegner erlebte er zweigeteilt: „In der ersten Halbzeit haben sie nach Möglichkeiten gesucht, aber unsere Defensive stand stabil. Ab der 60. Minute waren sie besser im Spiel.“ Zum Schiedsrichter sagte er einerseits anerkennend: „Die Elfmeter kann man geben, muss man nicht – ich habe das akzeptiert.“ Zugleich erwähnte er aus seiner Sicht eine strittige Szene um Minute 65 und eine Gelbe gegen ihn selbst, resümierte aber fair: „Sonst war die Schiedsrichterleistung sehr, sehr gut.“ Und zum Schluss überwog die Freude: „Uns haben in der Rückrunde die Tore gefehlt, gestern waren wir endlich konsequent. Drei Punkte tun gut, auch wenn’s vielleicht schon zu spät ist. Ich freue mich für die Mannschaft.“