Spielberichte

Spillern atmet auf – Piringer erhöht gleich nach der Pause auf 2:0

SV Spillern
SV Leobendorf II

Der SV Spillern feiert in der 28. Runde der 1. Klasse Nordwest einen 2:0-Derbysieg gegen SV Leobendorf II. Nach einer intensiven Anfangsphase der Gäste brachte Philip Frithum die Heimischen vor der Pause in Front, Tobias Piringer legte kurz nach Wiederbeginn nach. Trainer Christian Malek sprach von einer „Topleistung mit viel Laufarbeit und Disziplin“ – und einem verdienten Erfolg in einem zweikampfbetonten Match. Für Spillern sind es ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf, der Druck war spürbar – die Antwort am Platz umso klarer.

Linienrichter an der Eckfahne mit Blick Richtung Spielfeld

Image by Stadien_NRW from Pixabay

Frühe Leobendorfer Wucht, dann schlägt Spillern zu

Die Partie startete so, wie man es in einem Derby erwartet: hohes Tempo, viele Duelle, keine Geschenke. „Es war über 90 Minuten eine zweikampfbetonte Partie, ein hitziges Derby – aber nichts Bösartiges“, schildert Trainer Christian Malek. Leobendorf II legte in den ersten Minuten ordentlich los, presste hoch und suchte schnelle Ballgewinne. „Wir wussten, dass sie mit hoher Intensität kommen. Zum Glück konnten wir dagegenhalten und kaum Chancen zulassen“, so Malek. Eine strittige Szene gab es trotzdem: „In den ersten 20 Minuten hätte es für Leobendorf Elfmeter geben können – wir hätten uns da nicht beschweren dürfen. Ich habe es aber nicht genau gesehen.“ Danach fand Spillern immer besser ins Spiel, gewann mehr zweite Bälle und wurde zielstrebiger. Die Führung fiel in Minute 29: Philip Frithum traf zum 1:0 – laut Malek „sehr gut herausgespielt“. Bis zur Pause blieb Spillern kompakt, ließ wenig zu und hatte selbst durch Standards weitere Möglichkeiten.

Lucky Punch nach Wiederanpfiff und kühler Kopf bis zum Schluss

Der perfekte Restart folgte kurz nach der Pause: In Minute 47 stellte Tobias Piringer auf 2:0 – der Moment, der das Spiel endgültig in Richtung der Heimischen lenkte. „Mit dem 2:0 nach der Pause war ich mir sicher, dass wir das nicht mehr verlieren“, sagt Malek. Leobendorf II blieb lästig, presste weiter und hielt das Tempo hoch. Gleichzeitig öffneten sich aber Räume: „Wir waren über 90 Minuten präsent und immer wieder torgefährlich. Schon in der ersten Hälfte hatten wir zwei hochkarätige Kopfballchancen nach Standards, ihr Tormann hat stark reagiert. Schade, dass wir den Deckel nicht früher zumachen konnten.“ Eine heikle Phase musste Spillern dennoch überstehen: In der 66. Minute gab es Rot gegen Christian Malek. Trotz der Unterzahl blieb die Heimelf ruhig, verteidigte konsequent und brachte den Vorsprung kontrolliert über die Zeit. Unterm Strich stand ein verdienter 2:0-Erfolg, der sich über weite Strecken abzeichnete.

Disziplin, Laufarbeit und Derby-Mentalität – Malek lobt sein Team

Warum das Derby an Spillern ging, fasst Malek klar zusammen: „Taktische Disziplin und unbedingter Siegeswille.“ Vor allem das Zentrum arbeitete unermüdlich. „Für unsere drei zentralen Mittelfeldspieler war es extrem laufintensiv. Sie haben viele Meter gemacht und Leobendorf früh den Spielfluss im Zentrum genommen.“ Gegen einen starken Gegner wohlgemerkt: „Leobendorf ist die beste Rückrundenmannschaft, spielt um Platz zwei, spielerisch bärenstark. Durch unsere Zweikampfstärke haben wir ihnen ein Stück weit die Lust am Kombinationsspiel genommen – das war der Schlüssel zum Erfolg.“ Zur Leistung des Unparteiischen blieb Malek sachlich, äußerte aber Kritik an der Betreuung verletzter Spieler: „Grundsätzlich hat der Schiedsrichter fair gepfiffen, aber er hat sich kein einziges Mal um, vermeintlich verletzte, am Boden liegende Spieler, über dem Verletztungsgrad erkundigt. Die rote Karte erhielt ich, weil ich ihm über einen am Boden liegenden Spieler informierte und dabei 30 cm die Coachingzone verließ. Unverständlich". Am Ende überwog die Freude: „Danke an Mannschaft und Fans – tolle Stimmung, tolle Leistung. Das war die beste Saisonleistung unter mir. Diese drei Punkte sind im Abstiegskampf verdammt wichtig. Zu 99,9 Prozent halten wir jetzt die Klasse.“

1. Klasse Nordwest: Spillern : Leobendorf II - 2:0 (1:0)

  • 47
    Tobias Piringer 2:0
  • 29
    Philip Frithum 1:0