Spielberichte

Verschlafene Anfangsphase kostet Wildendürnbach – 1:4 in Niederleis

USV Niederleis
Wildendürnbach

In der 1. Klasse Nordwest zog der UFC Wildendürnbach beim 1:4 auswärts beim USV Niederleis den Kürzeren. Ein früher Doppelschlag stellte die Weichen, nach der Pause legten die Hausherren sofort nach. Zwar verkürzte Wildendürnbach noch, doch Niederleis setzte kurz vor Schluss den Schlusspunkt. Co-Trainer Christoph Rahming haderte mit einem verschlafenen Start und der eigenen Chancenverwertung – betonte aber auch den starken Charakter seiner Mannschaft und eine spürbare Steigerung nach einer Umstellung.

Nahaufnahme eines Fußball beim Abstoß durch den Torwart

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Doppelschlag bringt Wildendürnbach in Schieflage

Der Start verlief aus Sicht der Gäste denkbar ungünstig: Nach nur zwei Minuten brachte Dominik Halamka Niederleis in Führung, in Minute elf legte Daniel Vogelsang das 2:0 nach. Genau diese Anfangsphase sah Christoph Rahming als Knackpunkt: „Die ersten zwanzig Minuten haben wir verschlafen. Wir sind schwer in die Partie gekommen.“ Zum 1:0 meinte er: „Da war vorher ein Fallrückzieher – kann man abpfeifen, muss man nicht.“ Die Entstehung zum 2:0 sah er ebenfalls kritisch um nicht zu sagen grob unsportlich: "Das war kein Elfer sondern eine Schwalbe sondergleichen die man normalerweise nur von Vini Jr. oder Arjen Robben kennt".  Unabhängig davon sah er sein Team nicht bereit genug für den engen Platz und die Intensität: „Wir haben davor gewarnt: kleiner Platz, viele Zweikämpfe, schnell und einfach spielen. Trotzdem wirkten wir anfangs überrascht.“ Zur Pause lag Wildendürnbach mit 0:2 zurück und musste einem schweren Rückstand hinterherlaufen.

Umstellung greift – doch Niederleis trifft nach der Pause sofort

Wildendürnbach justierte noch in Hälfte eins nach. „Nach der ersten Trinkpause haben wir eine Systemumstellung vorgenommen. Damit waren wir besser im Spiel“, berichtete Rahming. Ausgerechnet in diese bessere Phase fiel aber direkt nach Wiederbeginn der nächste Dämpfer: Frantisek Lörinczi erhöhte in der 48. Minute auf 3:0. In dieser Phase hielt vor allem der eigene Torhüter das Team im Spiel, wie der Co-Trainer betonte: „Unser Tormann hat uns mit zwei, drei tollen Paraden drinnen gehalten.“ Die Gäste fanden nun mehr Ballbesitz und Ruhe, brauchten aber lange, um sich im letzten Drittel zu belohnen. „Die Abschlussstärke, die wir in den letzten Wochen hatten, war heute nicht da“, sagte Rahming und schilderte die fehlende Konsequenz vor dem Tor: „Teilweise brachten wir den Ball aus zwanzig Zentimetern nicht über die Linie.“

Hoffnung durch Kamas – Halamka setzt den Deckel drauf

Als Vojtech Kamas in der 70. Minute zum 3:1 traf, keimte bei Wildendürnbach nochmals Hoffnung auf. „Ich hatte das Gefühl, dass wir komplett zurückkommen. Hätten wir das 3:2 gemacht, wäre es eine ganz spannende Schlussphase geworden“, erklärte Rahming. Er unterstrich den Glauben der Mannschaft: „Die Jungs haben zu keinem Zeitpunkt aufgehört, an sich zu glauben.“ Gleichzeitig ordnete er die strittigen Szenen fair ein. Am Ende machten die Gastgeber den Sack zu: In der 84. Minute stellte erneut Dominik Halamka auf 4:1. „Nach dem vierten Tor war der Drops gelutscht. Da war die Moral kurz weg – fünf Minuten, dann war’s vorbei“, so Rahming. Sein Eindruck zum generellen Spielbild: „Wir hatten fast siebzig Prozent Ballbesitz – unglaublich. Aber wir haben die Tore nicht gemacht.“

„Nicht um drei Tore besser“: Rahming zwischen Kritik, Lob und Ausblick

Bei aller Enttäuschung suchte Rahming die Ursachen klar im eigenen Lager – und fand zugleich lobende Worte für Niederleis. „Wir waren am Anfang in der Defensive fehleranfällig. Niederleis war spritziger, giftiger und zweikampfstärker“, sagte er. Dennoch wollte er das Ergebnis nicht überbewerten: „Die Niederlage ist eindeutig zu hoch. Niederleis war nicht um drei Tore besser.“ Einige Entscheidungen sah er zwar kritisch, wollte die Niederlage daran aber nicht festmachen. Für die nächste Woche setzt er auf einen einfachen Plan: „Jetzt geht’s darum, Spaß und Lust hochzuhalten und ab der ersten Minute da zu sein. Das werden die Burschen umsetzen.“ Besonders am Herzen liegt ihm der Blick über die Kampfmannschaft hinaus: „Unsere junge Reserve hat das vierte Mal in Serie gewonnen und spielt ein überragendes Frühjahr. Wir haben Qualität im gesamten Kader – das gehört auch einmal positiv erwähnt.“

1. Klasse Nordwest: Niederleis : Wildendürnbach - 4:1 (2:0)

  • 84
    Dominik Halamka 4:1
  • 70
    Vojtech Kamas 3:1
  • 48
    Frantisek Lörinczi 3:0
  • 11
    Daniel Vogelsang 2:0
  • 2
    Dominik Halamka 1:0