In der 1. Klasse Nordwest hat UFC Wildendürnbach gegen SV Göllersdorf einen klaren 4:0-Heimsieg gefeiert. Trainer Christoph Rahming sah den Schlüssel vor allem im starken Beginn seiner Mannschaft, die früh in Führung ging, rasch nachlegte und damit schnell Ruhe ins eigene Spiel brachte. Spätestens nach dem vierten Treffer, so Rahming, „war der Deckel drauf“ – davor hatte auch der eigene Tormann einen ganz wichtigen Anteil.

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Die Partie war nach Schilderung von Christoph Rahming von Beginn an intensiv, für seine Mannschaft aber auch fast ideal angelaufen. Schon in der 4. Minute brachte Martin Rehola Wildendürnbach mit 1:0 in Führung. Rahming sprach von einer Situation nach Ballverlust des Gegners am Sechzehner und starkem Gegenpressing, aus der der erste Treffer entstand. „Es war eigentlich ein sehr intensiver Auftakt“, sagte der Trainer, dessen Elf gleich nach dem ersten Erfolgserlebnis am Drücker blieb. In der 11. Minute legte Manuel Schütz das 2:0 nach. Rahming hob dabei besonders das Zuspiel von Innenverteidiger David Tötzl hervor, der Schütz perfekt freispielte. Noch vor der Pause erhöhte Matthias Madner in der 23. Minute auf 3:0. Für Wildendürnbachs Coach war das die logische Folge einer starken ersten Hälfte: „Wir waren sehr gut und kompakt und gut in den Zweikämpfen.“ Entsprechend ging seine Mannschaft mit einem souveränen Polster in die Kabine.
Ganz so geradlinig wie in der ersten Hälfte blieb es nach dem Seitenwechsel zunächst nicht, denn Rahming machte einen Moment aus, der ihm besonders wichtig war. Göllersdorf kam zu zwei guten Gelegenheiten, doch Wildendürnbachs Tormann Simon Šimeček war zur Stelle. „Nach der Halbzeit war für mich ein sehr entscheidender Moment, wo unser Torhüter zwei Situationen perfekt geklärt hat. Zuerst einen Distanzschuss und dann den Nachschuss gleich wieder“, sagte der Trainer. Aus seiner Sicht blieb damit das 3:0 stehen, das dem Spiel die Richtung gab. Kurz danach fiel in der 48. Minute das 4:0 durch Manuel Schütz, der damit seinen zweiten Treffer des Tages erzielte. Rahming sprach von einem „Bilderbuchkonter“, den Rehola und Schütz stark ausgespielt hätten, und ergänzte: „Da merkt man einfach, diese zwei haben eine Harmonie.“ Mit diesem Tor war die Entscheidung endgültig gefallen. „Spätestens mit dem 4:0 war eigentlich der Deckel drauf“, brachte es der Trainer auf den Punkt.
Dass der Sieg am Ende auch in dieser Höhe zustande kam, führte Rahming nicht nur auf die vier Tore zurück, sondern vor allem auf die Art, wie seine Mannschaft gearbeitet hat. Besonders gefiel ihm, dass Wildendürnbach über weite Strecken geschlossen auftrat und nur wenig zuließ. „Teamgeist, Einsatz, Leidenschaft, Zweikampfstärke, Kompaktheit – diese Mannschaft macht derzeit einfach Spaß“, sagte er. Genau diese Punkte seien für ihn derzeit die größte Stärke seiner Elf. Auch nach dem Seitenwechsel, als Göllersdorf zu Chancen kam, blieb Wildendürnbach in der Ordnung und hatte im eigenen Tormann den nötigen Rückhalt. Ganz ohne Verbesserungsansatz wollte Rahming den Auftritt aber nicht stehen lassen. Trotz des klaren Erfolgs sieht er im Spiel mit Ball noch Luft nach oben. „Da müssen wir einfach noch ruhiger werden und den Ball länger bei uns lassen. Da können wir uns als Mannschaft auf alle Fälle noch entwickeln“, sagte der Trainer. Es war also ein Auftritt, der viel Positives brachte, ohne dass dabei der Blick für die nächsten Schritte verloren geht.
Bemerkenswert war nach dem Schlusspfiff auch, wie klar Rahming den Gegner einordnete. Trotz des 0:4 sprach er von einer Mannschaft, die deutlich besser ist, als es der aktuelle Tabellenstand auf den ersten Blick vermuten lässt. „Göllersdorf ist eine sehr gute physische Mannschaft mit einer guten Offensive“, meinte er und verwies dabei auch auf Spieler wie Philipp Zieger, Ihor Balukh und Christian Steindl. Für Rahming steht fest, dass die Gäste „tabellarisch sicher unter ihrem Wert“ stehen und bald wieder anschreiben werden, wenn das nächste Erfolgserlebnis kommt. Auch mit der Spielleitung war er einverstanden: „Der Schiedsrichter war sehr gut. Es hat keine strittigen Szenen gegeben.“ Für Wildendürnbach bedeutet der Heimsieg in Runde sechs, dass man mit zwölf Punkten vorne dranbleibt und als Tabellendritter weiter Selbstvertrauen sammelt. Die Art dieses Erfolgs dürfte dem Trainer dabei fast genauso gefallen haben wie das Resultat selbst.