In der 1. Klasse Ost holte der SV Zwölfaxing gegen den SV Hundsheim nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2. Nach dem Pausenstand von 0:1 trafen Daniel Brunnhofer und in der Nachspielzeit Hubert Kern für die Hausherren. Sportchef Rafael Illner sprach anschließend von einem „klassischen Unentschieden“ und lobte den Einsatz seiner Mannschaft. Auch ein aus seiner Sicht irrtümlich abgepfiffenes Abseitstor sorgte für Gesprächsstoff – am Ende blieb es beim gerechten Remis.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Zwölfaxing erwischte keinen leichten Abend, denn Hundsheim nutzte seine erste gute Phase eiskalt. In Minute 22 stellte Lukas Ankhelyi auf 0:1, ein Vorsprung, der dem Spiel einen klaren Rahmen gab: Die Gäste konnten abwarten, die Heimischen mussten viel investieren. Bis zur Pause blieb es beim 0:1. Nach dem Wechsel erwischte Hundsheim erneut den besseren Moment: Stanislav Ducár erhöhte in der 59. Minute auf 0:2. Zwölfaxing gab sich aber nicht geschlagen, blieb dran und erarbeitete sich den Anschluss – Daniel Brunnhofer traf in der 70. Minute zum 1:2. Die Partie blieb offen, die Hausherren suchten beharrlich den Ausgleich, ohne dabei ins volle Risiko zu verfallen. Belohnt wurde der Aufwand ganz spät: In der Nachspielzeit (90.+3) drückte Hubert Kern den Ball zum 2:2 über die Linie. Nach einem langen Anlauf stand am Ende ein Punkt, der sich für Zwölfaxing wie ein kleiner Sieg anfühlte.
Rafael Illner ordnete das Ergebnis ohne großes Tamtam ein und traf damit den Ton des Abends. „Es war auf beiden Seiten ziemlich ausgeglichen“, sagte der sportliche Leiter und hielt fest: „Ja, das Unentschieden geht so in Ordnung.“ Der Charakter der Partie war aus seiner Sicht klar: wenige klare Möglichkeiten, viel Arbeit zwischen den Strafräumen. „Wenig Torchancen im Großen und Ganzen“, so Illner. Umso wichtiger war ihm die Reaktion der Zwölfaxinger nach dem 0:2: „Kampfgeist, Ehrgeiz und Teamgeist waren voll da.“ Für Diskussionen sorgte eine Abseitsentscheidung: „Ein Tor wurde als Abseits gewertet, obwohl es aus meiner Sicht keines war. Die Schiedsrichterleistung war insgesamt okay, aber dieses Tor hätte man geben müssen.“ Zum Gegner fand er klare Worte: „Hundsheim war sehr aggressiv am Ball, hatte sonst aber nicht viele klare Chancen.“
Das 2:2 hilft vor allem der Zwölfaxinger Moral nach einem Zwischenstand, der wenig Spielraum gelassen hat. Sportlich hält der Zähler die Hausherren in der unteren, aber nicht aussichtslosen Zone: Nach 20 Runden ist Hundsheim mit 21 Punkten als Zehnter einen kleinen Schritt voraus, Zwölfaxing rangiert mit 15 Zählern auf Platz elf. Illner will darauf aufbauen, ohne Schönfärberei: „Kampfgeist und Teamspirit waren da." Für die nächsten Aufgaben bedeutet das: auf dem gezeigten Einsatz aufbauen und die Chancen konsequenter nützen. Der Punkt gegen einen direkten Tabellegegner ist dafür eine brauchbare Basis.