Spielberichte

Michael Zulus (Trainer Sportfreunde Berg): „Dieser Punkt ist für uns Gold wert“

Göttlesbrunn - Arbesthal
Sportfreunde Berg

In der 20. Runde der 1. Klasse Ost erkämpften die Sportfreunde Berg bei SC Göttlesbrunn - Arbesthal ein 0:0, das sich für die Gäste wie ein kleiner Sieg anfühlte. Auf dem perfekten Grün hielten die Bergler mit dünnem Kader dicht, während die Heimischen über weite Strecken mehr vom Spiel hatten. Trainer Michael Zulus sprach von einer „top kämpferischen und taktisch disziplinierten Leistung“ und fasste das Gefühl nach dem Schlusspfiff so zusammen: „Dieser Punkt ist für uns Gold wert.“

Nahaufnahme Fußballschuhe und blaue Stutzen

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Göttlesbrunn macht das Spiel, Berg stellt den Bus – zur Pause 0:0

Schon vor dem Anpfiff war klar, wohin die Reise gehen würde. „Göttlesbrunn hat das Spiel gemacht, wir haben den Bus geparkt“, brachte es Michael Zulus auf den Punkt. Der Berg-Coach war mit vielen Erinnerungen angereist, aber auch mit Respekt für die Anlage: „Das ist der schönste Rasen der Liga – ehrlich, so einen Platz habe ich in der zweiten Bundesliga nicht oft gesehen.“ Auf dem satten Grün ließen die Hausherren den Ball laufen, die Gäste standen tief, verschoben konsequent und blieben eng am Mann. Bergs Plan ging zunächst auf: wenig Risiko, klare Ordnung, jede Lücke schließen. „Wir haben richtig, ballorientiert verschoben – so, wie man es im Lehrbuch lernt“, erklärte Zulus. Zur Pause stand es 0:0, so auch der offizielle Halbzeitstand, und die Sportfreunde hatten das Gefühl, den stärksten Drang der Heimelf erst einmal abgefedert zu haben. „Nach der 0:6-Klatsche zuletzt war das genau die Reaktion, die wir gebraucht haben.“

„Wir hatten das Glück für drei Partien“ – Bucak und Galee retten das Remis

Nach dem Seitenwechsel blieb Göttlesbrunn das aktivere Team, doch Berg hielt dagegen – und hatte seinen starken Tormann. „Unser Keeper Daren Bucak hat mindestens zehn Hundertprozentige vereitelt“, staunte Zulus, der auch seine Abwehr lobte: „Philipp Galee hat einmal mit dem Kopf auf der Linie geklärt.“ Dazu kam das nötige Spielglück: „Latte zweimal, Stange einmal – wir hatten das Glück für drei Partien“, gab der Trainer offen zu. Eine Szene blieb besonders hängen: Nach einem Eckball parierte Bucak, zwei Nachschüsse wurden geblockt, ehe Galee per Kopf auf der Linie rettete – laut Zulus zwischen der 80. und 90. Minute. Und fast hätte Berg sogar den Lucky Punch gesetzt: „Mit ein bisschen Glück macht Jan Toth in der 90. den Ball ins leere Tor“, sagte er, um gleich zu relativieren: „Das wäre vermessen gewesen. Göttlesbrunn hätte sich heute mehr verdient.“

Personalsorgen, Lob für Rasen und Unparteiischen – und ein Punkt mit Wirkung

Der erkämpfte Zähler wiegt umso schwerer, weil Berg personell am Limit war. „Wir sind nominell mit nur 13 Kaderspielern angereist“, berichtete Zulus. Milan Adamek fehlt nach einem schweren Kreuzbandriss, dazu kam noch eine Sperre. Unterwegs traf es auch Stefan Szakacs, weshalb Alexander Hartl nach einem langen Reservespiel noch in die Bresche sprang. „Wir sind als Mannschaft noch näher zusammengerückt“, sagte der Coach und hob die Disziplin hervor: „Schöner ist es nicht immer, aber Atlético hat gezeigt, wie weit man mit Kompaktheit kommt.“

Ein Extra-Lob gab es für die Gastgeber und den Rahmen: „Das ist wirklich ein Top-Rasen.“ Und auch der Unparteiische bekam Bestnoten: „Der Schiedsrichter war top.“ In der Tabelle steht Göttlesbrunn mit 37 Punkten auf Rang vier, Berg hält nach 20 Spielen bei 22 Zählern und Platz neun – für Zulus ein Bonuspunkt im Abstiegskampf: „Dieser Punkt kann Gold wert sein.“