Spielberichte

Kurt Baumann (Trainer SV Zwölfaxing): "Wir können mit dem Unentschieden sehr zufrieden sein"

SK Breitenfurt
SV Zwölfaxing

In der 19. Runde der 1. Klasse Ost lieferte der SK Breitenfurt dem SV Zwölfaxing ein intensives Duell, das am Ende torlos 0:0 endete. Breitenfurt galt daheim als Favorit, doch die Gäste stemmten sich mit viel Disziplin dagegen. Zwölfaxing-Trainer Kurt Baumann sprach von einem wertvollen Auswärtspunkt: „Wir können mit dem Unentschieden sehr zufrieden sein.“ Die Grundlage dafür sah er klar in der Arbeit gegen den Ball – ein Abend, an dem die Defensive der Gäste über 90 Minuten hielt, was sie versprach.

Fußballspieler mit Ball in Bewegung

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Breitenfurt drückt, Zwölfaxing verteidigt konsequent

Von Beginn an hatte Breitenfurt mehr vom Spiel. Baumann ordnete es so ein: „Favorit war natürlich Breitenfurt, vor allem zu Hause. Wir haben hauptsächlich Defensivarbeit verrichten müssen.“ In der ersten Halbzeit verzeichneten die Hausherren laut seiner Einschätzung ein Chancenplus, doch auch die Gäste setzten Nadelstiche. Nach einer Ecke bot sich Zwölfaxing eine jener Möglichkeiten, die ein Spiel auf den Kopf stellen können: Der Kopfball aus kurzer Distanz strich knapp am Gehäuse vorbei. „Das müsste ein Tor sein, ungehindert – aber knapp daneben ist auch daneben“, sagte Baumann. Zur Pause stand es 0:0, und Zwölfaxing hatte das, was es brauchte: Kompaktheit, Zweikampfstärke und Geduld, um den Favoriten weiter zu ärgern.

Zwei dicke Möglichkeiten, der Lucky Punch bleibt aus

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Breitenfurt das aktivere Team und hatte phasenweise mehr Ballbesitz. „Breitenfurt war sehr spielstark, vor allem bis 20 Meter vor das Tor“, erklärte Baumann. Seine Elf blieb jedoch wachsam und setzte die entscheidenden Füße dazwischen. „Bei uns war immer ein Fuß oder ein Körper dazwischen, und der Torwart hat gehalten.“ Und vorne? Die Gäste hatten zwei Topchancen. Schon vor dem Seitenwechsel den erwähnten Kopfball nach Standard, und ganz spät die große Möglichkeit aufs 0:1. Baumann haderte mit der Wahl am Ende: „Am Schluss, in der 88. Minute, hatten wir die Riesenchance aufs 0:1. Da hätten wir abspielen müssen, dann hätte Bauer den Ball vom Elferpunkt einrollen können.“ Der Querpass blieb aus, der Abschluss brachte nichts Zählbares – und so blieb es beim torlosen Remis.

Baumann lobt Defensive und Schiedsrichter – vorne bleibt Arbeit

Die Erklärung für den Punktgewinn fiel bei Baumann eindeutig aus: „Rein starke Defensivleistung.“ Er hob die Tugenden seines Teams hervor: „Sehr gut funktioniert haben die Defensive, Zweikampfstärke und Aggressivität.“ Gleichzeitig sah er, wo es anzusetzen gilt: „Verbesserung müsste man im Vorwärtsspiel, im Angriffsdrittel auf jeden Fall suchen.“ Zum Gegner fand er respektvolle Worte: „Sie hatten viel mehr Ballbesitz, aber im letzten Drittel sind sie mit den Einschussmöglichkeiten spärlich umgegangen.“ Ein Lob bekam auch der Unparteiische: „Der Schiedsrichter war unauffällig und hat sehr gut gepfiffen.“

In der Tabelle liegt Breitenfurt nach 19 Runden im oberen Mittelfeld, Zwölfaxing kämpft von hinten an – da tut ein Auswärtspunkt gut. Mit dieser Stabilität im Rücken wollen die Gäste nun weiter punkten und das nächste Mal auch im Angriffsdrittel zulegen.