Spielberichte

Ernst Horvath (Trainer SC Höflein): 'Einstellung und Disziplin waren hervorragend'

SC Höflein
USC Perchtoldsdorf

In der 1. Klasse Ost lieferte der SC Höflein am Sonntag ein intensives Spitzenspiel und setzte sich zuhause mit 4:2 gegen den USC Perchtoldsdorf durch. Nach einem Blitzstart und zwei Treffern nach Strafstößen reichte eine stabile zweite Halbzeit zum verdienten Heimsieg. Trainer Ernst Horvath sprach von „hervorragender Einstellung und Disziplin“ und lobte zugleich die klaren Entscheidungen beim Doppel-Elfer – ein Abend, an dem Effizienz und Ordnung den Ausschlag gaben.

Spieler legt Ball für einen Freistoß zurecht

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Spielstart nach Maß und ein Abend mit klaren Antworten

Der Abend begann, wie es sich Höflein erträumt: Schon in der 2. Minute traf Maximilian Divljak zur frühen Führung. Ernst Horvath beschrieb den Auftakt knapp und treffend: „Wir haben einen furiosen Start gehabt. Mit der ersten Aktion gingen wir sofort in Führung.“ Perchtoldsdorf schüttelte sich kurz und kam nach rund zehn Minuten zurück; Lucas Kneissl glich zum 1:1 aus. Höflein behielt aber die Ruhe und setzte über die Flügel Nadelstiche. Kurz vor der Pause zog der Gastgeber über rechts auf, Daniel Fischer bediente Andrej Nemec – das 2:1 in Minute 40. „Das war ein sehenswerter Angriff über die rechte Seite“, so Horvath. Nach der Pause ging es, wie der Trainer sagte, „Schlag auf Schlag“: Erst der Elfmeter zum 3:1, René Resch wurde gefoult, Daniel Fischer verwandelte im Nachschuss (54.). Nur wenig später verkürzte erneut Kneissl nach einer Standardsituation auf 3:2 (56.). Als Perchtoldsdorf mehr riskierte, bekam Höflein einen zweiten Strafstoß; Arif Kilicaslan wurde gelegt, Nemec stellte in Minute 80 auf 4:2. Danach stellte Höflein defensiver um, ließ laut Horvath „maximal eine Chance zu“ und brachte den Sieg „clever und souverän“ über die Zeit.

Flügel, Elfmeter und viel Disziplin: Horvaths Analyse

Nach dem Abpfiff fasste Horvath die entscheidenden Punkte schlicht zusammen: „Es waren zwei Elfmeter und zwei sehr schön herausgespielte Tore, die wir geschossen haben.“ Gerade über die Seiten funktionierte viel: „Zweimal über die Flügel, sehr gut kombiniert“, sagte der Coach – und verwies darauf, dass beide Pfiffe „klare Elfmeter“ gewesen seien. „Der Schiedsrichter hat das gut erkannt.“ Den roten Faden sah der Trainer aber woanders: „Einstellung und taktische Disziplin waren heute hervorragend. Wir wussten, was auf uns zukommt, und meine Mannschaft hat sehr gut dagegengehalten. Unsere Chancen haben wir heute auch genutzt.“ Dass es zwischendurch noch einmal eng wurde, ordnete er nüchtern ein. „Aus einer unnötigen Standardsituation bekommen wir das 3:2 – das müssen wir besser verteidigen. Darüber werden wir in der Nachbesprechung reden.“ 

Respekt für Gegner und Schiedsrichter – und der Blick nach vorne

Auch für den Gegner fand Horvath klare und respektvolle Worte. „Perchtoldsdorf kam so wie erwartet: sehr laufstark, aggressiv in den Zweikämpfen“, beschrieb er die Auswärtsmannschaft. Die Partie sei intensiv, aber nicht unfair gewesen; zwei gute Teams hätten ein ansehnliches Spiel abgeliefert. Lob gab es zudem für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter hat meiner Meinung nach sehr souverän gepfiffen.“ Einziger Wermutstropfen aus seiner Sicht: Einmal wurde der Referee angeschossen, just als Perchtoldsdorf eine Torchance hatte – „das war für sie unglücklich“. Sportlich bringt der 4:2-Heimsieg Höflein weiter in Schlagdistanz zu den Spitzenrängen; laut Tabelle stehen nach 20 Runden Perchtoldsdorf bei 39 Punkten, Höflein bei 38. Viel wichtiger als Zahlenspiele war an diesem Abend jedoch der Auftritt: kompakt, diszipliniert und mit der nötigen Ruhe, um ein Spitzenspiel nach Führung, Ausgleich und doppeltem Elfer entschieden auf die eigene Seite zu ziehen.

1. Klasse Ost: Höflein : Perchtoldsdorf - 4:2 (2:1)

  • 80
    Andrej Nemec 4:2
  • 56
    Lucas Kneissl 3:2
  • 54
    Daniel Fischer 3:1
  • 40
    Andrej Nemec 2:1
  • 10
    Lucas Kneissl 1:1
  • 2
    Maximilian Divljak 1:0