Runde 20 in der 1. Klasse Ost: Der ASK Klein-Neusiedl und der ASK Eichkogel trennten sich 0:0. Für Gäste-Trainer Manuel Stöhr überwog trotz des torlosen Remis der Fortschritt: „Im Vergleich zur Vorwoche war das eine klare Steigerung.“ Eichkogel blieb erstmals in der Rückrunde ohne Gegentor, ließ aber die große Chance auf den Sieg liegen – ein früher Stangenschuss und ein Elfmeter nach der Pause blieben ungenützt.

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Der Start gehörte den Gästen: „In der fünften Minute hat Andre Konrad schon auf die Stange geschossen“, erinnerte sich Manuel Stöhr. Bis zur Pause hielten beide Seiten das Tempo hoch, Eichkogel fand noch ein, zwei gute Möglichkeiten, der Halbzeitstand blieb 0:0. Nach dem Seitenwechsel bot sich die dicke Chance zur Führung, doch „in der zweiten Halbzeit haben wir leider einen Elfmeter verschossen“, so Stöhr. Danach segelte ein Kopfball von Lukas Spasojevic knapp über die Latte. In der Schlussphase meldete sich auch Klein-Neusiedl: „Rund um die 80. hatte Semir Kapic zwei Chancen innerhalb einer Minute“, sagte Stöhr, der das 0:0 am Ende „für beide in Ordnung“ fand.
Seinen positiven Eindruck begründete der Trainer vor allem mit der Arbeit gegen den Ball. „Wir haben wieder kompakt gut verteidigt, sind eng zwischen den Linien gestanden“, sagte Stöhr. Im Vorfeld habe man mit einem anderen System der Hausherren gerechnet, „aber wir haben uns davon nicht beirren lassen“. In der Pause wurde nachgeschärft: „Wir haben unseren Plan noch einmal feinjustiert – und in der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel wirklich im Griff.“ Ganz ohne Wellen war die Partie nicht. „Für etwa 20 Minuten ist der Ball hin und her gegangen“, meinte Stöhr, „trotzdem haben wir es ordentlich gelöst.“ Was aus seiner Sicht fehlt, brachte er klar auf den Punkt: „Wir müssen nach Ballgewinn schneller nach vorne umschalten und in unseren Aktionen konsequenter und entschlossener werden.“ Dass es erstmals in der Rückrunde ohne Gegentor blieb, wertete er als wichtigen Schritt: „Im Vergleich zur Vorwoche war das eine deutliche Steigerung.“
Diskussionen gab es aus Eichkogel-Sicht nur punktuell. „In der 60. Minute war eine Szene strittig: Ein bereits verwarnter Spieler von Klein-Neusiedl kann da mit Gelb-Rot runtergehen, der Trainer hat ihn dann gleich rausgenommen“, schilderte Stöhr, der die Leistung des Schiedsrichters ansonsten „in Ordnung“ fand. Auch den Gegner sah er eher gebremst: „Klein-Neusiedl hat sich schwergetan, vorn reinzukommen und wirklich zwingend zu werden, weil wir kompakt verteidigt haben.“ Dass am Ende kein Tor fiel, führte er auch auf fehlendes Fortune zurück: „Es hat ein Quäntchen Glück gefehlt – wenn der Elfer reingeht, reden wir anders.“ Ein versöhnlicher Akzent kam abseits des Resultats: „Ich freue mich besonders, dass Stefano Fenoli nach langer Verletzungspause sein Comeback feiern konnte – rund zehn Minuten mit 35 Jahren, einer langen Leidenzeit mit knapp 700 Tagen ohne Kampfmannschaftspielen - das freut mich richtig.“ In der Tabelle steht Klein-Neusiedl auf Rang 6 (36 Punkte), Eichkogel ist Achter (29).