In der 1. Klasse Ost setzte sich der ASK Kaltenleutgeben am Samstag mit 2:0 gegen den FSV Velm durch. Früh stellte Luis Schiller die Weichen, spät machte Michael Krutsch per Standard den Deckel drauf. Obmann Andrej Balukcic sah eine abgeklärte Vorstellung: „Wir hatten das Spiel weitestgehend im Griff.“ Velm ließ ein paar dicke Möglichkeiten liegen, Kaltenleutgeben nutzte die eigenen besser – am Ende stand ein verdienter Heimsieg, der in der Tabelle wichtige Punkte bringt.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Kaltenleutgeben erwischte den besseren Start, suchte vom Anpfiff weg den direkten Weg zum Tor und bekam rasch die erste Belohnung. Nach zehn Minuten drückte Luis Schiller den Ball zur 1:0-Führung über die Linie und gab damit den Takt vor. Velm blieb zwar aufmerksam und bekam im Laufe der ersten Hälfte seine Momente, ließ diese aber ungenutzt. „Velm hatte ein paar wenige hundertprozentige Möglichkeiten, die sie ausgelassen haben“, hielt Obmann Andrej Balukcic fest. Weil die Hausherren die Partie über weite Strecken kontrollierten und defensiv wenig anbrennen ließen, ging es mit einem 1:0 in die Kabinen – ein Zwischenstand, der den Kräfteverhältnissen entsprach und Ruhe ins Kaltenleutgebner Spiel brachte.
Nach dem Seitenwechsel blieb Kaltenleutgeben das aktivere Team, ohne ins offene Messer zu laufen. Vieles spielte sich zwischen den Strafräumen ab, die Gastgeber warteten geduldig auf die nächste Chance. Als Velm etwas mehr riskierte, nutzte Kaltenleutgeben eine Standardsituation zur Entscheidung. In Minute 85 stellte Michael Krutsch auf 2:0. Balukcic beschrieb die Szene so: „Das 2:0 war ein Freistoß außerhalb des Sechzehners, kurz abgespielt. Michael schießt direkt in die linke Ecke, unhaltbar. Damit war der Deckel drauf.“ Genau dieses Tor gab den letzten Ausschlag: Die Hausherren brachten den Vorsprung souverän heim, während Velm in der Schlussphase nicht mehr zurückkam.
In seiner Analyse hob Balukcic die Umstellungen in der Mannschaft hervor: „Die Umstellung in der Mannschaft hat sehr gut funktioniert. Ich glaube, dass nach wie vor guter Wind in der Mannschaft drinnen ist.“ Gleichzeitig blieb er realistisch und ordnete den Auftritt ein: „Das Spiel war nicht derartig überragend wie das letzte. Wir hoffen, dass da noch Luft nach oben ist.“ Zum Gegner fand der Obmann respektvolle Worte: „Velm war eine sehr gut eingestellte und kompakt stehende Mannschaft.“ Den Ausschlag sah er im Abschluss: „Der Unterschied lag in der Chancenverwertung. Kaltenleutgeben hat die Möglichkeiten gemacht, Velm hat seine ausgelassen.“ Genau dieser Mix aus Stabilität, funktionierender Umstellung und der nötigen Effizienz brachte am Ende die entscheidenden Zähler.
Ganz ohne Gesprächsstoff blieb der Nachmittag nicht. Balukcic sprach die Unparteiischen vorsichtig an: „Die Schiedsrichterleistung war mäßig, die schlimmsten Fehler wurden ausgebessert.“ Er schilderte zwei Situationen aus seiner Sicht: einmal in Halbzeit eins eine knappe Abseitsentscheidung, die er anders gesehen hätte, und nach der Pause einen kurzen Pfiff in Richtung Elfmeter, der nach Rücksprache mit dem Assistenten zurückgenommen wurde, weil der Velmer Stürmer den Kaltenleutgebner Torwart getroffen hatte. Unterm Strich stand aber Fußball im Vordergrund – und Punkte für die Tabelle. Kaltenleutgeben hält nach Runde 20 bei 18 Zählern und verschafft sich etwas Luft, Velm bleibt mit 5 Punkten am Tabellenende. Für Balukcic ist die Marschroute klar: „Wir wollen zur Stärke vom letzten Spiel zurückfinden und nächstes Wochenende wieder die nächsten drei Punkte holen.“