Spielberichte

Klein-Neusiedl dreht das 0:1 – Karner: "Das 1:1 war der Dosenöffner"

ASK Klein-Neusiedl
ASC Götzendorf

Im Duell der 1. Klasse Ost drehte der ASK Klein-Neusiedl sein Heimspiel gegen den ASC Götzendorf Oranjezz nach der Pause und gewann 2:1. Nach dem 0:1 durch Martin Damhoesl lagen die Hausherren zur Halbzeit zurück, ehe Mohammad Reza Rezaie und Semir Kapic das Match kippten. Trainer Martin Karner sprach von 90 Minuten klarer Überlegenheit und nannte das 1:1 den „Dosenöffner“ – wichtige Punkte im engen Rennen um die vorderen Plätze, in dem Klein-Neusiedl weiter dranbleibt.

Fußball wird mit rotem Fußballschuh gestoppt

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Vom frühen Rückstand zur verdienten Wende nach der Pause

Die Gäste aus Götzendorf erwischten den besseren Moment und gingen nach 22 Minuten durch Martin Damhoesl mit 1:0 in Führung. Klein-Neusiedl hatte da schon einiges an Ballbesitz und Zug zum Tor, blieb bis zur Pause aber ohne Treffer – 0:1 zur Halbzeit. Trainer Martin Karner sah seine Elf dennoch klar vorne: „Über 90 Minuten war es ein dominantes Spiel von Klein-Neusiedl aufs Götzendorfer Tor. Wir hatten genug Chancen, unter anderem war Tobias Buchberger alleine vor dem Tormann.“ Nach dem Wechsel zahlte sich der Dauerdruck aus. In Minute 64 stellte Mohammad Reza Rezaie auf 1:1 – für Karner der Knackpunkt. „Das 1:1 von Momo war der Dosenöffner.“ Nur acht Minuten später legte Semir Kapic das 2:1 nach (72.). „Spätestens nach dem 2:1 war Götzendorf stehend K. o. und konnte nichts mehr entgegensetzen. Am Anfang haben uns nur die Tore gefehlt“, ordnete Karner den Verlauf ein.

Karners Blick auf Leistung, Chancenverwertung und den Gegner

In der Analyse blieb Klein-Neusiedls Coach bei seiner Linie: Die Gastgeber hatten über weite Strecken mehr vom Spiel, setzten Götzendorf früh unter Druck und kamen zu Abschlüssen. „Es hätte durchaus höher ausfallen können, am Ende war es dem Spielverlauf geschuldet trotzdem knapp“, meinte Karner, der zugleich betonte, woran weiter gearbeitet wird: „Wir müssen an der Effizienz vor dem Tor arbeiten.“ Was den Ausschlag gab, war für ihn weniger eine Einzelaktion als das gemeinsame Auftreten: „Unsere größte Stärke war heute die Geschlossenheit. Wir sind gemeinsam aufgetreten und haben gearbeitet.“ Den Gegner würdigte Karner als lauernd gefährlich: „Götzendorf ist offensiv gefährlich, auch wenn sie wenige klare Chancen hatten. Man darf ihnen wenig Raum geben, die wenigen Möglichkeiten nutzen sie gut.“ Genau diese Mischung – Dominanz, Geduld und Teamarbeit – trug den Heimsieg nach dem Rückstand.

Elfer-Debatte, starke Kulisse und ein klarer Ausblick

Rund um die Leitung des Unparteiischen blieb Karner sachlich und differenziert. „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut, auch wenn es strittige Szenen gab. Aus unserer Sicht waren es zweimal Elfmeter: einmal bei Julian Frauhammer, der alleine vorm Tormann gelegt wurde, und einmal bei Semir Kapic, der nur mit einem Foul zu stoppen war.“ Getragen wurde der Abend von einer starken Kulisse: „Es war Sportlerfest. Wir hatten zahlreiche Zuschauer und starke Unterstützung von außen. So kann’s weitergehen.“ Sportlich ist der Weg vorgezeichnet: Mit nun 40 Zählern liegt Klein-Neusiedl im dichten Feld (Götzendorf 38) voll im Rennen. „Wir haben noch die Chance, auf Platz zwei zu klettern – es fehlen drei Punkte. Minimalziel ist die Top Fünf, aber wir peilen die Top Drei an“, stellte Karner den Kurs für den Saisonendspurt klar.

1. Klasse Ost: Klein-Neusiedl : Götzendorf - 2:1 (0:1)

  • 72
    Semir Kapic 2:1
  • 64
    Mohammad Reza Rezaie 1:1
  • 22
    Martin Damhoesl 0:1