Im Duell der 1. Klasse Ost legte der SK Breitenfurt gegen den USC Perchtoldsdorf furios los, führte früh und hatte das 2:0 am Fuß – am Ende stand dennoch ein 1:2. Nach starkem Start verloren die Gastgeber den Zugriff, Perchtoldsdorf glich vor der Pause aus und traf spät zum Sieg. Trainer Christopher Walch brachte es nüchtern auf den Punkt: „Wir haben nach 20 Minuten den Schwung verloren und dann zu viele hohe Bälle gespielt.“

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Der Beginn war genau nach Breitenfurter Geschmack. Schon in Minute 4 köpfte Jonathan Hallatschek zum 1:0 ein, die Führung fiel nach einer Ecke und einem wuchtigen Kopfball in die lange Ecke. „In den ersten 20 Minuten waren wir richtig gut im Spiel“, sagte Christopher Walch, und gerade da bot sich die große Chance, das Match früh zu beruhigen. „Wir sind 1:0 in Führung gegangen, dann haben wir einen Lattenkopfball und eine Eins-gegen-eins-Chance – da hätten wir höher führen müssen.“ Stattdessen riss der Faden. „Dann waren wir nicht mehr so griffig, vor allem im Zentrum haben wir die Zweikämpfe und Balleroberungen nicht mehr so gewonnen wie zu Beginn“, erklärte Walch. Aus dem aktiven, kombinationssicheren Auftritt wurde mit Fortdauer ein zähes Ringen, in dem Breitenfurt den Gegner wieder ins Spiel holte.
Perchtoldsdorf nutzte das Nachlassen der Hausherren und kam in Minute 35 durch Igor Puljic zum 1:1. Rund um diesen Treffer und später beim Siegtor sah Walch denselben Fehler: „Wir sind da zweimal einfach zu hoch gestanden, haben nicht gut verschoben – auch nicht nach hinten.“ Mit 1:1 ging es in die Kabinen. Nach dem Wechsel suchte Breitenfurt die Linie, fand sie aber kaum. „Wir haben viel zu viele hohe Bälle gespielt, nicht mehr probiert, kurz zu kombinieren. Das war das Problem – dadurch konnten wir offensiv keinen Druck mehr machen“, so der Coach. Gleichzeitig legten die Gäste in den Basics zu. „Perchtoldsdorf war dann aggressiver, hat mehr Zweikämpfe und zweite Bälle gewonnen. Dadurch sind wir immer schwieriger ins Spiel gekommen.“ Die Partie blieb offen, aber die klaren Akzente setzten nun häufiger die Gäste.
Als vieles auf eine Punkteteilung hindeutete, schlug Perchtoldsdorf spät zu: Lucas Kneissl traf in der 80. Minute zum 1:2. Wieder passte die Analyse des Breitenfurt-Trainers: „Wir sind da einfach zu hoch gestanden.“ Es blieb bei der knappen Heimniederlage, auch weil die Gastgeber ihre starken Anfangsminuten nicht in ein zweites Tor ummünzten. Den Unparteiischen beurteilte Walch sachlich: „Im Großen und Ganzen war’s okay.“ Und zum Unterschied zwischen den Teams sagte er: „Vom Gefühl her wollte Perchtoldsdorf am Schluss eine Spur mehr.“ In der Tabelle rangiert Perchtoldsdorf auf Platz 3, Breitenfurt auf Platz 5 – im Spitzenfeld liegt alles eng beisammen. Für die kommenden Runden lautet die Devise der Hausherren, wieder kompakter zu stehen, zweite Bälle zu sichern und mutiger über Kombinationen zu kommen.