Spielberichte

Zwölfaxing rettet spät – Baumann hadert mit Abseitstor und vergebener Großchance

SV Zwölfaxing
ASK Eichkogel

In der 1. Klasse Ost trennte sich der SV Zwölfaxing vom ASK Eichkogel mit 2:2. Nach der Führung durch Milan Nemeth (33.) glich Andre Konrad rasch aus (37.), ehe Kliton Turka die Gäste spät in Front brachte (81.). In der Schlussminute rettete Marc Hönigschmid den Punkt (90.). Trainer Kurt Baumann sprach von einer verpassten „Tausender“-Chance und haderte mit dem aus seiner Sicht irregulären 1:1 – unterm Strich fühlte er seine Mannschaft am Ende sogar näher am Sieg.

Fußbälle und Trainingshütchen auf Rasen

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Frühe Führung, schneller Ausgleich

Zwölfaxing hatte in einer ausgeglichenen ersten Hälfte den besseren Moment. Nach gut einer halben Stunde brachte Milan Nemeth die Hausherren mit 1:0 in Front (33.). Der Jubel hielt jedoch nicht lange: Nur vier Minuten später stellte Eichkogels Andre Konrad auf 1:1 (37.). Trainer Kurt Baumann ärgerte sich vor allem über diesen Ausgleich: „Meiner Meinung nach war das ein klares Abseits. Das Tor hätte er nicht geben dürfen.“ Ansonsten fand er den Auftritt seiner Elf solide: „Es war ausgeglichen, ein typisches Sonntagsspiel. Wir waren im Plan, haben wenig zugelassen und die Ordnung gehalten.“ Mit dem Pausenpfiff stand es folgerichtig 1:1.

Nach dem Seitenwechsel: Druck, Riesenchance – und das 1:2

Nach der Pause legte Zwölfaxing zu, war das aktivere Team und kam häufiger in die gefährlichen Zonen. „In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Druck gemacht und mehr Chancen gehabt“, schilderte Baumann. Die größte Möglichkeit ließ aus seiner Sicht Enes Dovan liegen: „Dovan hat einen Tausender vergeben. Nach herrlicher Vorarbeit von Shamandi schießt er aus bester Position drüber.“ Praktisch im Gegenzug der Nackenschlag: Eichkogel traf nach einem Konter durch Kliton Turka zum 1:2 (81.). „Wir haben den frisch eingewechselten schnellen Spieler auf der Seite nicht in den Griff bekommen, der Ball kommt zur zweiten Stange, dort steht wieder einer frei – und dann ist er drin“, so Baumann. Positiv hob er dennoch die Stabilität hervor: „Die frisch zusammengewürfelte Defensive hat bis auf die zwei Treffer gut funktioniert. Der Gegner hat geschickt gespielt.“

Urgesteine zünden, Hönigschmid trifft spät – und fast noch mehr

Baumann reagierte in der Schlussphase offensiv – und lag damit richtig. „Ich habe zwei Urgesteine gebracht., Peter Christler und Hubert Kern haben uns im Sturm ausgeholfen“, erklärte der Coach. Der späte Lohn folgte in Minute 90: Nach Vorarbeit von Kern und Christler staubte Marc Hönigschmid zum 2:2 ab und rettete Zwölfaxing damit einen Punkt. „Gott sei Dank haben wir in der letzten Sekunde noch den Ausgleich erzielt“, atmete Baumann auf. Danach lag sogar der Sieg in der Luft: „Am Schluss waren wir dem Dreier näher. Christler köpfelt nach dem Ausgleich noch an die Latte – das hätte das 3:2 sein können.“ Was fehlte? „Wir hätten früher in Führung gehen können, die Gegentore wären zu verhindern gewesen. Uns fehlt vorne die Durchschlagskraft.“ In der Tabelle bleibt Zwölfaxing damit im hinteren Drittel, nimmt aber Moral und einen Zähler mit – und die Erkenntnis, dass der Weg mit Einsatz und späten Jokern stimmt.

1. Klasse Ost: Zwölfaxing : Eichkogel - 2:2 (1:1)

  • 90
    Marc Hönigschmid 2:2
  • 81
    Kliton Turka 1:2
  • 37
    Andre Konrad 1:1
  • 33
    Milan Nemeth 1:0