Spielberichte

Ballbesitz und Geduld: Höflein gewinnt 3:0 – Divljak-Doppelpack, Egri per Kopf

SC Höflein
Sportfreunde Berg

In der 1. Klasse Ost feierte der SC Höflein am 22. Spieltag einen souveränen 3:0-Heimsieg gegen die Sportfreunde Berg. Die Gastgeber legten früh los, führten bereits zur Pause 2:0 und ließen auch nach dem Wechsel nichts anbrennen. Maximilian Divljak traf doppelt, Dezider Egri per Kopf – ein Auftritt, der laut Trainer Ernst Horvath vor allem vom vielen Ballbesitz und der klaren Kontrolle lebte.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von fünf Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Höflein startet dominant und belohnt sich früh

Höflein nahm vom Anpfiff weg das Heft in die Hand. Trainer Ernst Horvath brachte es auf den Punkt: „Wir haben von Beginn an die Initiative ergriffen und Berg unter Druck gesetzt.“ Der Plan ging schnell auf. In Minute 11 stellte Maximilian Divljak auf 1:0, womit sich der starke Start auch am Spielstand zeigte. Horvath schilderte den Führungstreffer so: „Der erste Treffer war eigentlich ein aussichtsloser Ball, den René Resch noch vor dem Torwart erlaufen und zurückgespielt hat, und Maximilian Divljak hat ins kurze Eck geschossen.“ Höflein blieb danach am Drücker, suchte geduldig die Lücken und legte in der 22. Minute nach: Nach einem Eckball stieg Dezider Egri am höchsten und köpfelte zum 2:0 ein. „Berg ist sehr tief gestanden, wir hatten das Spiel im Griff“, sagte Horvath – zur Pause war die Partie bereits klar in Höfleiner Bahnen.

Nach der Pause bleibt Höflein am Ball – Berg findet keinen Zugriff

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielbild wenig. Höflein kontrollierte Tempo und Spiel, Berg blieb tief und kam kaum aus der eigenen Hälfte. „Es war sehr heiß, wir hatten sehr viel Ballbesitz und konnten spielen, wie wir wollten“, erklärte Horvath. Der Gegner fand laut dem Coach „in keiner Phase Zugriff“. Chancen der Gäste blieben die Ausnahme; Horvath sprach von „eineinhalb Torchancen in neunzig Minuten“ und meinte zudem: „Unser Tormann war heute arbeitslos.“ Die Entscheidung fiel schließlich in der 69. Minute: Wieder war Divljak zur Stelle und erhöhte auf 3:0. Horvath gefiel dabei besonders die Art und Weise: „Das war eine sehr schöne Kombination über den Außenverteidiger, und Divljak hat den Ball via Latte-Unterkante versenkt.“ Höflein brachte die klare Führung danach abgeklärt über die Zeit und ließ hinten wenig zu.

„Jammern auf hohem Niveau“: Horvaths Analyse, Schiedsrichterlob und Ausblick

In seiner Analyse hob Horvath das starke Ballbesitzspiel hervor: „Besonders gut hat funktioniert, dass wir den Ball laufen ließen. Wir haben den Gegner laufen lassen, ihn müde gespielt und auf die richtigen Momente gewartet.“ Ein kleiner Wunsch blieb dennoch: „Vielleicht etwas zielstrebiger zum Torabschluss kommen – aber das ist Jammern auf hohem Niveau.“ Den Unterschied zwischen beiden Teams machte er klar fest: „Wir sind im Ballbesitz die bessere Mannschaft und ich glaube auch, dass wir fitter sind.“ Gleichzeitig verwies er auf Ausfälle beim Gegner und Rückkehrer mit Trainingsrückstand. Lob gab es für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war sehr souverän, gute Spielleitung, gute Linie.“ Mit dem 3:0 und nun 44 Punkten untermauert Höflein Platz zwei hinter Wolfsthal – ein starker Zwischenstand, der am Platz auch gefeiert wurde. „Die Stimmung ist sehr gut, es sind um 21 Uhr noch immer 70, 80 Leute da und feiern. Ein glücklicher Abend, morgen den Feiertag genießen – alles gut“, so Horvath zufrieden.

1. Klasse Ost: Höflein : Berg - 3:0 (2:0)

  • 69
    Maximilian Divljak 3:0
  • 22
    Dezider Egri 2:0
  • 11
    Maximilian Divljak 1:0