Deutliche Heimniederlage in der 1. Klasse Ost: Der ASK Kaltenleutgeben musste sich dem starken SC Göttlesbrunn - Arbesthal mit 1:8 beugen. Nach einem frühen Doppelschlag und einem Eigentor war die Partie zur Pause praktisch entschieden, nach der Roten Karte brach die Heimelf endgültig ein. Co-Trainer Michael Girkinger sprach von einem „hochverdienten“ Auswärtssieg des Favoriten und forderte, die Pleite schnell abzuhaken – die letzten drei Spiele im Abstiegskampf sollen nun mit voller Energie angegangen werden.

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Kaltenleutgeben startete mit Vorsätzen, doch Göttlesbrunn legte eiskalt los. In Minute 17 stellte Thomas Gall auf 0:1, nur drei Minuten später traf derselbe Mann zum 0:2. Als dann in der 27. Minute ein Eigentor von Michael Hausladen das 0:3 brachte, war der Matchplan der Hausherren endgültig dahin. Zur Pause stand es 0:3, und die Gäste aus dem Spitzenfeld hatten klar mehr vom Spiel. Nach dem Seitenwechsel wurde es nicht leichter: In der 52. Minute sah Luis Schiller Rot, nur Sekunden darauf erhöhte Tobias Puchinger zum 0:4 (53.). Ein kurzes Lebenszeichen setzte Sasa Petrovic mit dem 1:4 (59.), doch Göttlesbrunn blieb am Drücker. Moritz Messermayer legte einen Doppelpack nach (68., 78.), Nico Maurer traf zum 1:7 (84.), und Felix Bohnenstingl stellte in Minute 86 den 1:8-Endstand her – ein klarer Auswärtssieg, der die Rolle als Tabellenzweiter untermauert.
Co-Trainer Michael Girkinger nahm nach dem Abpfiff kein Blatt vor den Mund. „Das Ergebnis spricht für sich. Der Gegner war in allen Belangen besser und hat hochverdient gewonnen“, sagte er und stellte klar, dass Personalsorgen keine Ausreden sind: „Ja, uns haben zwei wichtige Spieler gefehlt, und in der ersten Halbzeit musste ein sehr guter Spieler verletzt raus. Aber das zählt für mich nicht.“ Den Knackpunkt sah er ganz früh: „Wir hatten einen Matchplan. Nach zehn, fünfzehn Minuten ist er uns durch einen blöden Eigenfehler in die Hose gegangen. Dann haben wir aufgemacht, das hat ihnen in die Karten gespielt.“ Was seiner Mannschaft fehlte, fasste er in einfachen Worten zusammen: „Wenn man Laufleistung, Einsatz und den hundertprozentigen Willen nicht bringt, sieht man, was dabei rauskommt.“ Über den Gegner sagte Girkinger: „Sie wollten es einfach mehr. Sie haben von Anfang an gezeigt, wer Herr am Platz ist.“
An den Unparteiischen wollte Girkinger die Niederlage nicht festmachen, auch wenn er einzelne Szenen anders sah. „Im Großen und Ganzen war die Schiedsrichterleistung okay. Über die eine oder andere Karte kann man streiten, die Rote muss man meiner Meinung nach nicht geben“, meinte er. Auch das 0:2 bewertete er kritisch: „Aus meiner Sicht war das Abseits, es war sehr grenzwertig.“
Unterm Strich blieb sein Tenor aber eindeutig: „Ein 1:8 spricht für sich.“ In der Tabelle liegt Kaltenleutgeben als Elfter mitten im Abstiegskampf, während Göttlesbrunn als Zweiter seine Klasse bestätigte. Der Fokus im Heimlager richtet sich sofort nach vorn: „Wir müssen das Spiel so schnell wie möglich abhaken, uns auf die drei kommenden Aufgaben konzentrieren und alles reinhauen, damit wir nicht absteigen“, betonte Girkinger. Die Marschroute ist damit klar: Köpfe frei bekommen, einfach spielen, maximal punkten.