In der 1. Klasse Ost gewann der SV Hundsheim das Derby bei Sportfreunde Berg mit 0:4. Die Gäste hatten von Beginn an mehr vom Spiel und legten nach der Pause eiskalt nach. Doppelpacker Adam Kunstek ragte heraus, dazu trafen Stanislav Ducár und Lukas Ankhelyi. Co-Trainer Alexander Streicher war spürbar erleichtert: „Wir haben uns heute selbst gerettet.“ Nach einer schweren Saison war es für Hundsheim ein Sieg, der viel bedeutet.

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Hundsheim kam sofort gut hinein, suchte die Tiefe und erspielte sich schnell die erste große Möglichkeit. „Wir haben von Anfang an Chancen herausgespielt und auch die erste große Chance gehabt, die der Berg-Tormann stark gehalten hat“, beschrieb Co-Trainer Alexander Streicher den Auftakt. Lange blieb es aber nicht beim 0:0: In Minute 10 stellte Stanislav Ducár auf 0:1 und gab den Gästen die frühe Führung. Danach blieb Hundsheim das aktivere Team, Berg setzte einzelne Nadelstiche und tauchte hin und wieder gefährlich auf, fand aber nicht die klare Linie. „Berg hatte auch hin und wieder Möglichkeiten, aber insgesamt war es ein eindeutiger Sieg für uns“, hielt Streicher fest. Hundsheim kontrollierte weite Strecken des ersten Durchgangs, ließ hinten wenig zu und nahm das verdiente 0:1 mit in die Kabinen.
Gleich nach Wiederbeginn legten die Gäste nach: In der 46. Minute erhöhte Innenverteidiger Adam Kunstek auf 0:2 und setzte damit das nächste Ausrufezeichen. Hundsheim blieb am Drücker und nutzte seine Möglichkeiten konsequent. „Wichtig war, dass wir heute das Momentum auf unserer Seite hatten und die Chancen gleich genutzt haben. Wir haben auch ein Tor nach einem Standard gemacht. Überragend war unser Innenverteidiger Adam Kunstek“, erklärte Streicher. Das 0:3 besorgte in der 55. Minute Lukas Ankhelyi, ehe Kunstek in Minute 70 mit seinem zweiten Treffer den 0:4-Endstand herstellte. „Unser Innenverteidiger war heute der beste Mann am Platz. Zwei Tore als Innenverteidiger sagen eh alles. Er hat einmal auf der Linie gerettet und insgesamt hervorragend gespielt“, lobte Streicher den Doppeltorschützen – und verwies damit auch auf die stabile Defensivarbeit seiner Mannschaft.
Hundsheim überzeugte nicht nur mit Toren, sondern auch mit Haltung. „Wir haben von Anfang an nach den Vorgaben des Trainers agiert. Die Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft, auch beim 4:0. Das war entscheidend und deswegen waren wir heute so gut“, so Streicher. Den Gegner würdigte er fair: „Wir haben uns auf Berg eingestellt, hatten aber mit mehr Gegenwehr gerechnet. Es war nicht so, wie wir erwartet haben, trotzdem ist es eine gute Mannschaft.“ Auch der Rahmen passte: „Der Schiedsrichter war heute sehr gut und völlig in Ordnung.“
Besonders deutlich wurde Streicher beim Blick aufs große Ganze: „Ich bin unheimlich stolz auf diese Mannschaft. Wir haben eine extrem schwere Saison hinter uns und haben uns heute mit dem 4:0 im Derby selbst gerettet. Wir brauchen niemanden, der für uns spielt, wir haben den Abstieg verhindert. Wir haben mit dem letzten Aufgebot gekämpft. Den Spielern gebührt heute ein riesengroßes Lob, jedem Einzelnen.“ Für die Schlussrunde bleibt die Devise bodenständig: „Jetzt gibt es nur noch ein Ziel: die Saison im letzten Spiel gegen Götzendorf gut zu Ende bringen.“