Spielberichte

„Mit dem 3:0 war der Deckel drauf“ – Eichkogel kommt beim 1:3 zu spät

ASK Eichkogel
USC Perchtoldsdorf

In der 1. Klasse Ost setzte es für den ASK Eichkogel gegen den USC Perchtoldsdorf eine 1:3-Heimniederlage. Nach einem 0:3 zur Pause kam Eichkogel zwar noch heran, doch der Rückstand war zu groß. Obmann Andreas Raimund Schilder sprach von einem intensiven Duell auf Augenhöhe – und von eigenen Fehlern: „Wir hatten Abstimmungsfehler in der Defensive, dadurch ist der Gegner zu leicht zu Toren gekommen.“ Am Ende stand ein Arbeitssieg für die Gäste und viel Aufarbeitungsstoff für die Hausherren.

Ball auf blauer Kunstrasenmatte

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückstand und bitterer Doppelschlag vor der Pause

Eichkogel erwischte einen denkbar ungünstigen Start. Bereits in Minute 4 stellte Igor Puljic auf 0:1 und gab Perchtoldsdorf früh Rückenwind. Die Hausherren blieben im Spiel, kassierten aber kurz vor dem Pausenpfiff zwei Nackenschläge, die den gesamten Nachmittag prägten: Zuerst erhöhte Lucas Kneissl in der 41. Minute auf 0:2, nur wenige Augenblicke später landete ein Eigentor von Christoph Konrad zum 0:3 im Netz. Genau diese Phase sah Obmann Schilder als Knackpunkt: „Mit dem 3:0 war der Deckel drauf.“ Seine Mannschaft habe das Match zwar intensiv und „zwischen zwei ebenbürtigen Gegnern“ geführt, doch die kalte Dusche vor dem Seitenwechsel entschied den weiteren Verlauf. Perchtoldsdorf ging mit einer komfortablen 0:3-Führung in die Kabinen und konnte danach kontrollierter agieren.

„Abstimmungsfehler“ und ein gebrauchter Tag zwischen den Pfosten

In der Analyse blieb Schilder sachlich, aber klar. Er verortete die Ursachen vor allem in der Absprache hinten: „Es war ein intensives Spiel, aber wir hatten Abstimmungsfehler in der Defensive, so ist der Gegner leicht zu Toren gekommen.“ Die beiden Gegentreffer kurz vor der Pause passten in dieses Bild. Dazu kam aus seiner Sicht ein Detail, das im Unterhaus oft den Ausschlag gibt: „Heute war leider nicht der beste Tag unseres Tormanns.“ Schilder legte Wert darauf, das Gesamtbild zu sehen: Zwei Teams auf Augenhöhe, viel Einsatz, aber die Summe kleiner Fehler macht in so einem Spiel den Unterschied. Perchtoldsdorf, aktuell auf Rang zwei der Tabelle, nahm die Geschenke an und spielte die Führung abgebrüht herunter. Für Eichkogel blieb die Erkenntnis, dass Kompaktheit und klare Zuordnungen über 90 Minuten sitzen müssen.

Anschluss durch Gutic kommt zu spät – Eichkogel denkt schon ans Finish

Nach der Pause war Eichkogel um eine Reaktion bemüht und kam in Minute 64 durch Amar Gutic zum 1:3. Der Treffer gab kurz Hoffnung, doch die Uhr lief gegen die Gastgeber. „Wir haben mit dem Anschlusstreffer wieder ins Spiel gefunden, aber das war schon etwas zu spät. Uns hat dann die Energie gefehlt, noch näher ranzukommen“, fasste Schilder zusammen. Mehr war an diesem Tag nicht drin, weil Perchtoldsdorf das Ergebnis solide verwaltete und Eichkogel trotz Aufwand keine weiteren klaren Momente erzwingen konnte.

In der Tabelle liegen die Hausherren als Achter im sicheren Mittelfeld, was den Blick nach vorne erleichtert. Für die letzten Runden nimmt der Verein vor allem eines mit: die Defensive stabilisieren, die Abläufe schärfen und die guten Phasen länger auf den Platz bringen. „Wir waren über weite Strecken im Spiel“, betonte Schilder – genau dort will Eichkogel im Saisonfinish ansetzen, um sich für den Aufwand wieder öfter zu belohnen.

1. Klasse Ost: Eichkogel : Perchtoldsdorf - 1:3 (0:3)

  • 64
    Amar Gutic 1:3
  • 42
    Eigentor durch Christoph Konrad 0:3
  • 41
    Lucas Kneissl 0:2
  • 4
    Igor Puljic 0:1