In der 1. Klasse Ost hat der ASK Eichkogel eine ruhige Saison ins Ziel gebracht: aktuell Rang acht, 34 Punkte nach 25 Spielen. Trainer Manuel Stöhr zieht ein positives Fazit, betont aber auch Baustellen. „Grundsätzlich haben wir das erreicht, was wir uns vorgenommen haben.“ Seine Truppe hielt gegen Topteams mit, will im Sommer vor allem im Offensivspiel zulegen und die Abläufe schärfen. Der Blick geht nach vorne: vier Wochen Vorbereitung ab 13. Juli, Neuzugänge sollen sofort helfen.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Manuel Stöhr ordnet die abgelaufene Saison ohne große Schnörkel ein. „Wir wollten eine solide Rückrunde spielen und an die Hinrunde anknüpfen – das Ziel ist erfüllt.“ Was ihn besonders freut: Gegen die Spitzengruppe hat seine Mannschaft nicht nur mitgehalten, sondern gepunktet. Er nennt Erfolge gegen Götzendorf und Breitenfurt sowie ein Remis gegen ASK Klein-Neusiedl als Belege dafür, dass Eichkogel mit der Spitzengruppe mithalten kann. Auch gegen Perchtoldsdorf und Göttlesbrunn war man aus seiner Sicht „nicht weit weg“ von Zählbarem. Diese Spiele nähren den Optimismus für den Sommer, in dem der Klub den Kader gezielt verbreitern will. Gleichzeitig bleibt Stöhr realistisch, wenn es um die großen Kaliber geht. Wolfsthal habe „unglaubliche individuelle Klasse“ ins Spiel gebracht, Höflein sei „an dem Tag eine Nummer zu groß“ gewesen. Und doch bleibt seine Kernaussage bestehen: Eichkogel hat sich stabilisiert, steht mit 34 Punkten auf einem satten Mittelfeldplatz und traut sich den nächsten Schritt zu. Zum Abschluss soll unbedingt ein Sieg die Sommerpause einläuten.
Die letzten Wochen waren aus medizinischer Sicht zäh. „Leider Gottes sind es etliche“, sagt Stöhr über die Liste der Ausfälle und beziffert sie mit neun verletzten oder angeschlagenen Spielern. Entwarnung gibt es dennoch: Für sieben Spieler sieht es zum Vorbereitungsstart am 13.07. gut aus, auch Langzeitverletzte sollen im Laufe des Sommers wieder einsteigen. Auf der Wechsel-Seite steht der Abschied von Philipp Witthöft, der per Vereinbarung zur Hinterbrühl zurückkehrt – eine Winter-Rückkehr bleibt Thema. Zugleich hat Eichkogel drei Neuzugänge fixiert, weitere zwei bis drei könnten folgen; Namen will Stöhr noch nicht nennen, betont aber: „Das sind alles Spieler mit Startelfpotenzial.“ Die Stimmung beschreibt er trotz langer Saison als „absolut positiv“, auch wenn zuletzt „fünf bis zehn Prozent“ Konsequenz gefehlt hätten. Rückenwind kommt von den Rängen: „Egal wohin wir fahren – oft sind mehr Auswärtsfans von uns da als Heimfans.“ Strukturell blieb vieles konstant; nach dem Trainerwechsel übernahm Stöhr im März. „Der Vorteil war, dass ich Verein und Mannschaft lange kenne – die Anpassungszeit war verschwindend gering“, sagt er und denkt über eine Erweiterung des Trainerteams mit einem Co-Trainer nach.
Sportlich verweist Stöhr vor allem auf die Arbeit gegen den Ball. Die klarere Pressinglinie hat Wirkung gezeigt. „Wenn man die Gegentore vergleicht: In der Rückrunde sind es um 13 weniger. Das ist schon eine Menge.“ Der Trainer legt Wert darauf, die gesamte Mannschaft zu würdigen. Anker im Zentrum ist Simon Wieland, der laut Stöhr „den Takt vorgibt, entscheidet, wann wir schnell machen und wann wir den Ball halten“. In der Kette und im Verbund überzeugten zuletzt unter anderem Lukas Spasojevic und Christoph Konrad, nach längerer Pause meldete sich auch Stefano Fenoli wieder zurück. Nach vorne soll es im Sommer noch zwingender werden. „Wir müssen definitiv an offensiven Abläufen üben“, sagt Stöhr – die Idee sei da, nun sollen Wege zum Tor klarer und wiederholbarer werden. Ab 13. Juli bittet er zum Auftakt, vier Wochen bleiben bis zur ersten Meisterschaftsrunde. Weil der Stamm nahezu komplett zusammenbleibt, sollen die Neuen schnell andocken. „Wir sind ein eingeschworener Haufen – das wird reichen, um rasch ins Rollen zu kommen.“ Zum Schluss richtet der Coach noch ein Wort nach außen: „Großes Danke an die Berichterstattung übers ganze Jahr – jetzt gehen wir geschlossen in die Sommerpause.“