Spielberichte

Wolfgang Hatzl (Trainer SV Weikersdorf): "Wir haben bis zum Schluss dran geglaubt"

SK Wiesmath
SV Weikersdorf

In der 1. Klasse Süd setzte sich der SV Weikersdorf beim SK Raika Wiesmath mit 2:1 nach einer turbulenten Schlussphase durch. Christopher Hatzl traf in Minute 83 zum 0:1, Wiesmath glich in der 90. durch Christoph Gradwohl aus, ehe Maximilian Rottensteiner in Minute 90+4 den Auswärtssieg fixierte. Für Weikersdorf-Trainer Wolfgang Hatzl war der Glaube der Schlüssel: "Entscheidend war, dass wir von Beginn an daran geglaubt haben, dass hier drei Punkte möglich sind – und das bis zum Schluss durchgezogen haben."

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

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Wiesmath drückt, Weikersdorf arbeitet sich rein

Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern. Wolfgang Hatzl schilderte, wie sein Team zunächst tief verteidigen musste: "Wiesmath hat zu Beginn genau das gemacht, wofür sie stehen: sehr aggressiv in den Zweikämpfen, viele Standards und Out-Einwürfe." Gerade diese Einwürfe waren aus seiner Sicht brandgefährlich: "Bei Wiesmath sind Out-Einwürfe fast wie Eckbälle, die kommen bis in den Strafraum." Weikersdorf hatte in dieser Phase wenig Entlastung, die Bälle waren schnell wieder weg, Ruhe kam nicht ins Spiel. Rund um Minute 20 bis 25 kippte die Partie dann ein erstes Mal. "Ab da haben wir das Spiel besser in den Griff bekommen und selbst aussichtsreiche Situationen gehabt", so Hatzl. Kurz vor der Pause zitterten die Gäste noch einmal, als Wiesmath die Latte traf – zur Halbzeit blieb es aber beim 0:0, und Weikersdorf nahm das neu gewonnene Zutrauen mit in den zweiten Abschnitt.

Führung, Ausgleich, Antwort in Minute 90+4

Nach dem Seitenwechsel war Weikersdorf das aktivere Team und hatte mehr vom Spiel. "Wir waren in der zweiten Halbzeit eigentlich die bessere Mannschaft, feldüberlegen und mit einigen guten Möglichkeiten", fasste Hatzl zusammen. Belohnt wurde das erst spät: In der 83. Minute spielte Weikersdorf über rechts eine feine Kombination über mehrere Stationen, der Stanglpass von Maximilian Rottensteiner landete bei Christopher Hatzl – 0:1. "Das war schön herausgespielt", sagte der Trainer. Der Jubel währte aber nur kurz. "Wir haben dann eine Flanke zugelassen und in der Mitte kommt der Gegenspieler frei zum Kopfball", beschrieb Hatzl den Ausgleich in der 90. Minute – Torschütze war Christoph Gradwohl. Weikersdorf blieb dennoch dran und suchte das zweite Tor. In der Nachspielzeit zahlte sich die Hartnäckigkeit aus: Maximilian Rottensteiner markierte in Minute 90+4 das 1:2. "Wir haben nicht aufgesteckt und mit etwas Glück ist uns das Siegestor gelungen."

Mentalität, Gegneranalyse und Ausblick

Für Wolfgang Hatzl war der Dreier das Produkt von Überzeugung und Stabilität. "Wir waren mental gut im Spiel und haben uns auch in der starken Anfangsphase von Wiesmath nicht aus der Ruhe bringen lassen", betonte er. Gleichzeitig verteilte der Coach Respekt an den Gegner: "Wiesmath war wie gewohnt sehr kampfkräftig und hat mit hohen Bällen immer wieder für Gefahr gesorgt – das haben wir insgesamt ganz passabel verteidigt." Dass bei den Hausherren einige Spieler gefehlt haben, wollte Hatzl nicht überbewerten: "Es war sicher kein Nachteil, aber entscheidend war unser Glaube an die drei Punkte." Zum Unparteiischen meinte er knapp: "Der Schiedsrichter war unauffällig." In der Tabelle liegen beide Teams eng beisammen (Wiesmath 29 Punkte, Weikersdorf 27), umso wichtiger fühlt sich dieser späte Auswärtssieg an. 

1. Klasse Süd: Wiesmath : Weikersdorf - 1:2 (0:0)

  • 94
    Maximilian Rottensteiner 1:2
  • 90
    Christoph Gradwohl 1:1
  • 83
    Christopher Hatzl 0:1