In der 1. Klasse Süd setzte sich der ASK Oberwaltersdorf beim ASC Leobersdorf mit 2:1 durch – entschieden durch zwei Standards. Co-Trainer Robert Pfitzner sprach von einem zähen Spiel, in dem seine Mannschaft über weite Strecken mehr vom Ball hatte. Leobersdorf kam laut ihm kaum zu Abschlüssen, ein starker Heim-Keeper hielt das Spiel lange offen. Am Ende überwog bei Oberwaltersdorf die Erleichterung über einen wichtigen Auswärtssieg.

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Oberwaltersdorf erwischte den besseren Start und belohnte sich nach 28 Minuten: Marcel Raisinger traf zum 0:1. Co-Trainer Robert Pfitzner ordnete den Auftritt klar ein: „Für die Zuschauer war’s kein Leckerbissen. Wir waren nicht gut, Leobersdorf hat es aber noch schlechter gemacht. Über 90 Minuten waren wir die bessere Mannschaft.“ Sechs Minuten später kam Leobersdorf durch Darius Grega zum 1:1. Pfitzner hielt fest: „Bis auf diese eine Aktion – über einen Elfmeter – wurden sie nie gefährlich.“ Kurz vor der Pause schlugen die Gäste erneut nach einer Ecke zu: In Minute 44 stellte Daniel Reiner auf 1:2. „Unsere beiden Tore kamen nach Eckbällen von Lukas Laha. Beim 1:0 stand der Raisinger richtig auf der langen Stange. Beim 2:1 köpfte der Daniel Klauninger, und der Daniel Reiner staubte in der Mitte ab“, erklärte Pfitzner die entscheidenden Szenen – und legte damit den Fokus klar auf die starke Ausführung der Standards.
Mit der Pausenführung im Rücken blieb Oberwaltersdorf das aktivere Team. Der ganz große Druck entstand dennoch nicht, weil – so der Co-Trainer – „wir es nicht geschafft haben, den Sack frühzeitig zuzumachen“. Mehrfach fehlte der letzte Punch, zudem lobte Pfitzner den Heim-Schlussmann: „Der gegnerische Tormann hatte einen super Tag.“ Leobersdorf fand aus seiner Sicht weiter kaum Mittel, wirklich gefährlich zu werden. „Wir hatten das Spiel von Anfang an in der Hand“, betonte er und ergänzte, dass es keine strittigen Szenen gab: „Der Schiedsrichter war sehr korrekt und hat das sehr gut gemacht.“ So blieb es bis zum Ende bei der knappen, aber verdienten 2:1-Führung der Gäste, die ihre Standards eiskalt nutzten und hinten wenig zuließen.
In der Bewertung blieb Pfitzner geerdet. Eine glanzvolle Vorstellung wollte er nicht herbeireden, der Tenor war klar: „Von richtiger Stärke kann man nicht sprechen. Wir sind froh, dass wir nach einem Unentschieden und der Derby-Niederlage wieder drei Punkte geholt haben – und dass wir einen Sieg über die Zeit gebracht haben.“ Auch den Gegner schätzte er nüchtern ein: „Nicht stark.“ In der Tabelle liegt Oberwaltersdorf nach 22 Runden bei 30 Punkten, Leobersdorf hält als Zwölfter bei 23. Für den Co-Trainer zählt aber vor allem das Ergebnis: „Im Endeffekt fragt keiner mehr, wie das Spiel war. Es zählen die drei Punkte.“ Die Lehre für die nächsten Wochen ist klar: Standards weiter konsequent verwerten – und vorne früher den Deckel draufmachen.