In der 1. Klasse Süd feierte der SC Hochwolkersdorf beim ASK Oberwaltersdorf einen 3:1-Auswärtssieg nach 1:2-Pausenstand. Die Gäste drehten den Rückstand durch Treffer von Elias Meisl (36., 88.) und Hasan Duman (40.). Trainer Thomas Steiner sprach von einem verdienten Erfolg, der auf Spielkontrolle vor der Pause und schnellem Umschalten nach Seitenwechsel beruhte – und auf Charakter: „Wir haben nie aufgesteckt und unseren Plan durchgezogen.“

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Aus Gästesicht begann vieles nach Plan. „Wir hatten das Spiel über weite Strecken unter Kontrolle“, sagte Thomas Steiner, „aber mit der ersten guten Möglichkeit von Oberwaltersdorf haben wir das Gegentor bekommen.“ In Minute 24 stellte Daniel Reiner auf 1:0, die Aktion kam über die starke linke Seite der Hausherren und wurde sauber zur Mitte gebracht. Hochwolkersdorf blieb ruhig. „Meine Mannschaft hat nie aufgesteckt und den Plan weiterverfolgt.“ Die Antwort fiel prompt: In der 36. Minute bediente Christian Kleinrath Elias Meisl, der nach innen zog und zum Ausgleich vollendete. Nur vier Minuten später drehte Hasan Duman die Partie, nachdem Michael Riegler am rechten Flügel mit einem wunderschönen Chipball vorbereitet hatte – 1:2 zur Pause und das Momentum bei den Gästen.
Steiner stellte in Hälfte zwei bewusst um. „Wir haben dann den Ball eher Oberwaltersdorf überlassen und uns aufs Kontern verlegt. Der Plan hat sehr gut funktioniert.“ Aus kompaktem Block heraus erzwang Hochwolkersdorf immer wieder schnelle Ballgewinne und schaltete zügig um. „Wir haben etliche Chancen herausgespielt durch schnelles Umschalten und leider nur eine genutzt, aber die hat gereicht zum souveränen 3:1.“ Den Deckel machte erneut Elias Meisl drauf: In Minute 88 nutzte er einen hohen Ball, erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball und lief mit Tempo über die hoch stehende Abwehr durch – das 1:3 und die Entscheidung. Für Steiner war der Schlüssel jedoch tiefer verankert: „Entscheidend war der Charakter. Zum zweiten Mal in Folge haben wir einen Rückstand gedreht. Das zeichnet unser Team aus.“
Der Trainer konnte die Tore seiner Elf genau nachzeichnen. „Beim 1:1 hat Christian Kleinrath Elias Meisl in Szene gesetzt, der nach innen gezogen ist und abgeschlossen hat. Das 1:2 war eine Aktion von Michael Riegler am rechten Flügel, der Hasan Duman mit einem schönen Chipball fand – Hasan hat per Kopf versenkt. Beim 1:3 hat sich Meisl einen hohen Ball im Zentrum erkämpft und den Konter eiskalt abgeschlossen.“ Zugleich zollte Steiner dem Gegner Anerkennung: „Oberwaltersdorf hat sehr gute Einzelspieler und hat die Flügel, vor allem links, gut in Szene gesetzt. Das Tor haben sie wunderbar gemacht, sonst hatten wir vieles unter Kontrolle.“ Zur Leitung meinte er: „Bis auf eine Szene, in der ich bei einem unterbundenen Konter gern Gelb gesehen hätte, war der Schiedsrichter sehr gut und im Grunde fehlerfrei.“
Mit dem Sieg verbindet Steiner auch einen Schritt in der Entwicklung. „Wir sind gerade dabei, unseren Spielwitz wiederzufinden, auch weil einige Verletzte zurück sind“, erklärte der Coach. „Wenn wir das mit kompaktem Verteidigen, Tempo und Zug zum Tor kombinieren, sind wir auf einem sehr guten Weg – auch schon für die nächste Saison.“ Besonders wichtig war ihm ein Dank an jene, die den Verein im Sommer verlassen: „Ich ziehe den Hut vor ihrem Charakter. Niemand steckt auf, alle ziehen voll mit – das macht mich als Trainer stolz.“ Und die Fans bekamen ein Extra-Lob: „Unser Fanklub ist zahlreich mitgereist und hat die Auswärtspartie zu einem Heimspiel gemacht.“ Für die kommende Woche setzt Steiner ein Ziel: „Wir wollen unseren Fans endlich den ersten Derby-Sieg schenken.“