In der 1. Klasse Süd trennten sich der SV Bad Erlach und der SV Grimmenstein mit 1:1. Nach frühem Rückstand glich Nico Karner aus, nach der Pause war Bad Erlach dem Sieg näher, traf per Freistoß die Latte und ließ die größte Chance ungenutzt. Sportchef Daniel Sacher lobte Intensität und Einsatz, haderte aber mit der Chancenverwertung. Gegen den Tabellenführer war es am Ende ein Punkt, der sich richtig anfühlt – auch wenn Sacher betonte, dass für seine Elf an diesem Abend „deutlich mehr möglich gewesen wäre“.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Beide Teams legten sofort Feuer in die Partie, das war auf den Rängen spürbar. „Die Partie war vom Tempo und von der Intensität her sehr gut, von beiden Mannschaften“, sagte Bad-Erlach-Sportchef Daniel Sacher. Grimmenstein stand kompakter, lauerte auf Umschalten – genau so fiel das 0:1: „Grimmenstein hat uns eher das Spiel überlassen, wollte auf Konter lauern. Nach einem Einwurf sind sie 1:0 in Führung gegangen – das haben wir nicht gut verteidigt.“ In Minute 10 traf Thomas Aulabauer für die Gäste. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: In der 22. Minute glich Nico Karner aus. Sacher beschrieb den Treffer als schönen Angriff mit tiefem Diagonalball, starker Annahme und einem Schlenzer ins lange Kreuzeck. Danach blieb es offen, beide Defensivreihen arbeiteten sauber – zur Pause stand es 1:1.
Nach dem Seitenwechsel kippte Bad Erlach das Spiel deutlich zu seinen Gunsten. „Aufgrund der zweiten Halbzeit waren wir näher am Sieg, weil wir die klareren Chancen hatten“, so Sacher. Seine Mannschaft trat aggressiver auf, packte in den Duellen fester zu und schob das Spiel in die Grimmensteiner Hälfte. Ein Freistoß krachte an die Latte, dazu gab es „zwei, drei aussichtsreiche Situationen“, die zum 2:1 hätten führen können. Besonders bitter: Eine Szene, in der ein Bad-Erlach-Stürmer im Laufduell durch war, den Tormann außerhalb des Strafraums umspielte, dann aber querlegen wollte – ein Verteidiger klärte. Sacher brachte es unmissverständlich auf den Punkt: „Da muss er den Ball ins leere Tor schieben.“ Chancen waren genug da, das Tor fehlte. Genau daran biss sich Bad Erlach an diesem Abend die Zähne aus.
Bei allem Ärger über liegen gelassene Möglichkeiten fand Sacher faire Worte für den Gegner. „Grimmenstein ist sehr aggressiv, hat eine klare Spielphilosophie und setzt sie defensiv wie offensiv gefährlich um. Sie haben uns viel abverlangt und sich den Punkt erarbeitet.“ Das Remis gegen den Tabellenführer ist damit leistungsgerecht, auch wenn Bad Erlach „näher am Sieg dran“ war. Zur Spielleitung meinte Sacher: „Strittige Szenen gab es keine, die Schiedsrichterleistung war im Großen und Ganzen gut, vielleicht einen Tick zu kleinlich.“ Wichtig ist ihm der Blick nach vorne: „Wir haben den intensiven Kampf sehr gut angenommen und fußballerisch das gezeigt, was zuletzt gefehlt hat. Auf dieser Leistung können wir aufbauen. Wenn wir so auftreten, nehmen wir das in die letzten drei Spiele mit – dann kommen noch Punkte dazu.“