In der 1. Klasse Süd feierte der SV Weikersdorf einen 4:1-Heimsieg gegen den SV Grünbach. Nach zähem Beginn brachte ein Doppelpack von Manfred Rottensteiner die Gastgeber 2:0 voran, Serkan Silan verkürzte noch vor der Pause. Nach der Halbzeit probierte Grünbach mehr, doch André Greiner stellte per Kopf auf 3:1 – die Entscheidung. In der Nachspielzeit setzte Luka Lalic den Schlusspunkt. Trainer Wolfgang Hatzl ordnete nüchtern ein: „Das 3:1 war der Knackpunkt.“

Image by Jörg Struwe from Pixabay
Weikersdorf tat sich in den ersten Minuten schwer. Grünbach stand tief, verdichtete die gefährlichen Zonen und nahm der Heimelf das Tempo. Wolfgang Hatzl brachte es auf den Punkt: „Grünbach ist zu Beginn tief gestanden, uns haben die Ideen gefehlt, um den Riegel zu knacken.“ Umso wichtiger war die Führung: In Minute 12 fasste sich Manfred Rottensteiner ein Herz und traf mit einem schönen Weitschuss zum 1:0. Weikersdorf blieb geduldig und legte nach einem Eckball nach – erneut war Rottensteiner zur Stelle und stellte in der 36. Minute auf 2:0. Statt früh für klare Verhältnisse zu sorgen, wurde es aber vor der Pause noch einmal spannend: In der 43. Minute verkürzte Serkan Silan für Grünbach auf 2:1. Hatzl registrierte nüchtern: „Kurz vor der Pause haben wir noch das Gegentor bekommen.“ Mit diesem offenen Spielstand ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel schob Grünbach weiter raus, suchte den Ausgleich und nahm mehr Risiko. Weikersdorf fand Räume für Konter, ließ sie aber aus. „Nach der Pause hat Grünbach mehr probiert, lange ohne Chancen. Wir haben unsere Konterchancen nicht genutzt“, sagte Hatzl. Eine wirklich gefährliche Möglichkeit hatte der Gast dennoch – ohne Ertrag. „Da hatten wir Glück, dass der Stürmer daneben schießt.“ Genau in dieser Phase traf Weikersdorf eiskalt: Nach einem Freistoß stieg André Greiner in Minute 78 am höchsten und köpfte zum 3:1 ein. Hatzl ergänzte: „André Greiner hat nach einem Freistoß per Kopf getroffen, auch mit etwas Mithilfe des Tormanns.“ Für ihn war klar: „Das 3:1 war der Knackpunkt, das war die Entscheidung.“ Mit dem Zwei-Tore-Polster im Rücken kontrollierte die Heimelf das Geschehen und ließ hinten wenig zu.
In der Schlussphase öffneten sich weitere Räume, und diesmal spielte Weikersdorf einen Konter sauber aus: Luka Lalic stellte in der 90. Minute auf 4:1 und sorgte für einen runden Abschluss. „Das 4:1 war eine gute Kontersituation“, sagte Hatzl, der noch nachlegte: „Wir hätten in der Schlussphase noch höher gewinnen können.“ Insgesamt überwog seine Zufriedenheit: „In den entscheidenden Momenten haben wir die Tore gemacht. In Summe geht der Sieg in Ordnung.“ Dem Gegner zollte er Respekt: „Grünbach war engagiert und hat es uns schwer gemacht, am Ende hat die individuelle Qualität den Ausschlag gegeben.“ Diskussionen gab es keine: „Über den Schiedsrichter gibt es nichts zu diskutieren.“ Weikersdorf steht damit weiter stabil in der oberen Tabellenhälfte, will aber an der Konsequenz im eigenen Spiel arbeiten – gerade gegen tief stehende Gegner.