In der 1. Klasse Süd hat sich der SV Grünbach beim ASC Leobersdorf mit 3:1 durchgesetzt und damit eine Partie gedreht, die nach frühem Rückstand zunächst in die falsche Richtung lief. Obmann Harald Winkler sah den Knackpunkt kurz vor der Pause: "Der Elfmeter vor der Pause zum 2:1 hat dem Spiel die Wende gegeben." Der Auswärtssieg sei verdient gewesen, habe den Klassenerhalt aber doch nicht gesichert.

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Harald Winkler beschrieb die Partie als typisches Spiel bei hochsommerlichen Bedingungen. "Es war ein Spiel, den heißen Temperaturen entsprechend", sagte der Grünbach-Obmann, sah seine Mannschaft aber trotzdem vom Anpfiff weg mit einer klaren Aufgabe. "Unsere Mannschaft hat von Beginn an gezeigt, dass sie das Spiel gewinnen wollte und auch musste." Ganz so geradlinig verlief die Anfangsphase allerdings nicht. Leobersdorf kam in den ersten zwanzig Minuten laut Winkler immer wieder gefährlich vor das Grünbacher Tor und ging schon in der 6. Minute durch Akram El-Atouni mit 1:0 in Führung. Winkler sprach von einem "schönen Angriff", aus dem das frühe Tor entstanden sei. Grünbach hatte damit sofort einem Rückstand nachzulaufen.
Die Antwort kam noch vor dem Seitenwechsel, und genau in dieser Phase verortete Winkler den Wendepunkt des Spiels. Zunächst brachte Serkan Silan einen Freistoß auf das Tor, traf dabei die Mauer und profitierte davon, dass der Ball abgefälscht wurde. So stand es in der 41. Minute 1:1. Kurz darauf bekam Grünbach einen Elfmeter zugesprochen, den erneut Silan in der 44. Minute zum 2:1 verwandelte. "Der Elfmeter vor der Pause zum 2:1 hat dem Spiel die Wende gegeben", sagte Winkler. Aus seiner Sicht kippte die Partie in diesem Moment endgültig zugunsten der Gäste, nachdem Leobersdorf davor durchaus immer wieder gefährlich geworden war.
Nach der Pause lag der Schwerpunkt für Grünbach weniger auf Spektakel als auf Kontrolle. Winkler sagte, seine Mannschaft habe den Vorsprung "geschickt verteidigt" und den Ball weit genug vom eigenen Tor ferngehalten. Dass das funktionierte, führte er auch auf die eigene Ordnung zurück. "Besonders gut funktioniert haben die Abwehrreihe um Abwehrchef Tomas Janecek und das Mittelfeld", erklärte er. Ganz zufrieden war er trotzdem nicht mit allem, was seine Mannschaft nach vorne zeigte. "Wie immer ist in der Chancenverwertung in unserer vorderen Abteilung noch Luft nach oben." Den Schlusspunkt setzte schließlich Patrik Gajan, der in der 90. Minute einen Konter zum 3:1 abschloss und damit den Auswärtssieg absicherte.
Unter dem Strich sprach Winkler von einem verdienten Sieg, ordnete die Partie aber auch über den Gegner ein. Bei Leobersdorf habe man gemerkt, "dass sie eine Woche zuvor den Klassenerhalt gesichert haben und dadurch nicht ans letzte Limit gehen mussten". Entsprechend habe aus seiner Sicht "der letzte Nachdruck gefehlt". Zugleich hob er hervor, dass die Begegnung insgesamt fair geblieben sei. Den Unparteiischen bezeichnete er als "unauffällig souverän", auch wenn er bei einer harten Szene gegen Tomas Janecek lieber ein Eingreifen des Gespanns gesehen hätte. Die große Erleichterung blieb bei Grünbach dennoch aus. "Es ist ein Sieg, der schön für die Statistik ist, aber uns den Klassenerhalt nicht gesichert hat", sagte Winkler.