In der 1. Klasse Waldviertel trennte sich der USV Raxendorf vom 1. SV Appel Vitis mit 2:2. In einer intensiven Partie mit vielen Strafraumszenen lag Raxendorf zweimal vorne, Vitis antwortete jeweils. Co-Trainer Kevin Fasching sprach von einer hitzigen Begegnung und sah das Remis als leistungsgerecht. Besonders die Moral seiner Truppe hob er hervor, haderte aber auch mit ausgelassenen Chancen vor der Pause. Für beide Teams, im Vorderfeld der Liga unterwegs, blieb es am Ende bei einem Punkt in einem offenen Schlagabtausch.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Die Geschichte des Abends ließ sich klar am Spielverlauf ablesen. Raxendorf erwischte in der 27. Minute den besseren Moment: Jakub Býma brachte sein Team mit 1:0 in Führung, zur Pause stand es 1:0. Vitis kam aber hellwach aus der Kabine. Kaum war wieder angestoßen, glich Raphael Binder in Minute 47 zum 1:1 per Traumtor aus und stellte das Spiel sofort wieder auf null. Der USV blieb jedoch gefährlich und legte in der 55. Minute durch Martin Jurina zum 2:1 nach. Wieder brauchte Vitis nicht lange, um zu antworten: In der 62. Minute besorgte Dominik Sibal das 2:2, das schließlich auch der Endstand war. „Es war eine hitzige Partie mit vielen Torraumszenen“, fasste Kevin Fasching den Rhythmus des Spiels zusammen – zwei Mannschaften, die immer wieder nach vorne spielten und sich nichts schenkten.
Nach dem Abpfiff legte der Co-Trainer den Fokus auf das, was seine Elf stark machte. „Auf alle Fälle die Moral: Zweimal auswärts nach Rückstand zurückzukommen, das zeigt die starke Mentalität. Generell haben wir immer probiert zu spielen und das Spiel zu machen. Wir waren als Mannschaft sehr geschlossen“, sagte Fasching. Gleichzeitig blieb er ehrlich in der Analyse der ersten Hälfte: „In der ersten Halbzeit hätten wir unsere Chancen nützen müssen.“ Aus seiner Sicht fiel das 0:1 „unglücklich durch einen Corner“, was den Plan zunächst ins Wanken brachte. Weil Vitis nach jedem Rückstand aber wieder aufstand und spielerische Lösungen suchte, konnte sich der Punktgewinn sehen lassen. „Somit denke ich, geht das Ergebnis mit 2:2 in Ordnung“, so Fasching, der die Balance zwischen Lob und Selbstkritik fand.
Ganz ohne Diskussionen kam dieser Abend nicht aus. Beim zweiten Raxendorfer Treffer sah Fasching „ein vermeintliches Abseits – aus meiner Sicht war es ein Abseitstor. Aber der Assistent war sich - wie bei allen seinen Entscheidungen - sehr sicher“. Gleichzeitig verwies er auf Szenen, die in so einem engen Spiel den Ausschlag geben können: „Wir hatten bei einem Stangenschuss des Gegners etwas Glück und haben selbst bei einem Freistoß die Stange getroffen.“ Sein Respekt für den Gegner war deutlich: „Raxendorf war ein starker Gegner, sehr zweikampfstark, aber auch spielstark mit guten Legionären. Das wussten wir. Es war eine harte Herausforderung.“ In der Tabelle bewegt sich Vitis als Dritter im Spitzenfeld, Raxendorf folgt auf Rang fünf – das Remis passt ins enge Rennen. Mit der gezeigten Moral und dem klaren Spielansatz will Vitis in den nächsten Runden weiter punkten, und an der Chancenverwertung wird zu arbeiten sein.