In der 1. Klasse Waldviertel trennten sich am Freitag USV Kautzen und 1. SV Appel Vitis 1:1. Die Gäste legten mit einem schnellen Treffer von Dominik Sibal (4.) vor, Roland Weiss glich wenig später per Elfmeter (15.) aus. Co-Trainer Kevin Fasching sprach von einem flotten Kampfspiel mit Chancen und Aluminiumtreffern auf beiden Seiten und fand das Remis am Ende gerecht. Weil Vitis in der Druckphase das 2:0 verpasste, blieb es nach intensiven 90 Minuten bei der Punkteteilung.

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Vitis erwischte einen Traumstart: Bereits in der vierten Minute schob Dominik Sibal zur Führung ein, das 0:1 gab den Gästen zunächst Rückenwind. Kevin Fasching beschrieb den Auftakt so: „Es war ein relativ flottes Spiel, ein Kampfspiel mit gutem Tempo. Wir gingen sehr früh in Führung.“ Lange hielt die Freude aber nicht, denn Kautzen bekam kurz darauf einen Strafstoß zugesprochen. „Wir haben leider einen Elfer verursacht, der war auch in Ordnung“, sagte der Co-Trainer. Roland Weiss verwandelte zum 1:1 (15.). Danach blieb die Partie offen. Beide Seiten kamen zu Möglichkeiten, ohne dass eine Mannschaft wirklich davonzog. „In der ersten Halbzeit gab es kleine Chancen auf beiden Seiten, es war ziemlich ausgeglichen“, so Fasching. Folgerichtig ging es mit dem 1:1 auch in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel phasenweise hin und her. „Zu Beginn der zweiten Halbzeit war Kautzen etwas stärker, danach wir wieder etwas stärker“, fasste Fasching die Kräfteverhältnisse zusammen. Vitis blieb geduldig, stand kompakt und lauerte auf die Momente, in denen es schnell gehen konnte. Die größte Chance auf den Sieg hatten die Gäste rund um die 80. Minute: „Da hatten wir einen Stangenschuss“, ärgerte sich der Co-Trainer über das verpasste 2:1. In der Schlussphase wurde es dann noch einmal brenzlig auf der anderen Seite. „Gegen Ende hätten wir das Spiel auch verlieren können. Nach einem Corner hatte Kautzen einen Latten-Kopfball“, berichtete Fasching. Das Aluminium verhinderte an diesem Abend also gleich zweimal den Lucky Punch – einmal für Vitis, einmal für Kautzen.
In seiner Analyse hob Kevin Fasching vor allem die Stabilität seiner Mannschaft hervor. „Ich finde, dass wir gut gestanden sind und als Mannschaft wieder gut aufgetreten sind. Defensiv haben wir kaum etwas zugelassen“, erklärte er. Den Gegner wollte er dabei nicht kleinreden: „Kautzen ist eine starke Mannschaft, kämpferisch und spielstark. Die sind schwer zu bespielen.“ Warum es nicht zu mehr als einem Punkt reichte, hatte der Co-Trainer klar vor Augen: „Die verpasste Chance war, dass wir nach dem 1:0 nicht gleich das 2:0 gemacht haben. Da hatten wir eine kleine Druckphase.“ Diskussionen um den Schiedsrichter gab es keine, „nein“, sagte Fasching knapp. Stattdessen richtet sich der Blick nach vorne: „Wir freuen uns auf nächste Woche auf das Derby gegen Kirchberg. Das wird sicher eine super Stimmung auf den Rängen – beide Mannschaften wollen Fußball spielen.“ Mit dem Zähler in Kautzen und der kompakten Leistung im Rücken will Vitis den nächsten Schritt machen und den Heimdreier einfahren.