In der 1. Klasse Waldviertel hat der USV Brand-Nagelberg gegen den USV Gastern einen ganz wichtigen 2:1-Heimsieg eingefahren. Matchwinner war Lukas Zukal, der vor der Pause zweimal nach Standards traf und damit die Basis legte. Gastern kam erst in der Nachspielzeit heran, doch Brand-Nagelberg brachte den Vorsprung mit viel Einsatz über die Distanz. Trainer Philipp Millner sprach von einem „Sieg des Zusammenhalts“ – und davon, dass seine Mannschaft den Dreier schlicht mehr wollte als der favorisierte Vierte der Tabelle.

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Die Gastgeber erwischten den besseren Zugriff auf die Partie und legten in der ersten Hälfte die Grundlage. „Es war eine offene Partie, aber wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt und sind verdient in Führung gegangen“, erklärte Philipp Millner. In Minute 37 schlug Lukas Zukal erstmals zu: Nach einem weiten Freistoß aus dem Halbfeld wurde der Ball per Kopf verlängert, Zukal blieb als Innenverteidiger vor dem Tormann cool und stellte auf 1:0. Noch vor der Pause legte derselbe Mann nach. Nach einem Corner an die zweite Stange wuchtete Zukal per Kopf das 2:0 (43.) ins Netz – zur Halbzeit stand es 2:0. Nach dem Wechsel ließ Brand-Nagelberg wenig zu, hielt Gastern weitgehend vom eigenen Tor weg und verteidigte geschlossen. Der Anschlusstreffer durch Jürgen Höbinger fiel erst in der 90.+4. Minute, doch am Ende blieb es beim 2:1. „Ich hatte nie die Angst, dass wir das noch verlieren“, so Millner.
Millner rückte nach dem Abpfiff vor allem die Geschlossenheit in den Mittelpunkt. „Die Gemeinschaft hat heute den Unterschied gemacht“, sagte der Coach. „Uns haben fünf Leute gefehlt: Drei Ausländer waren nicht da, dazu zwei Österreicher – einer gesperrt, einer wegen der Firma unterwegs. Wir haben fünf andere reingeschmissen, und das hat sehr, sehr gut funktioniert.“ Der Trainer hob hervor, wie eng seine Mannschaft zusammenrückte: „Alle haben an einem Strang gezogen. Jeder hat sich für den anderen aufgerieben. Dadurch hatten wir heute Erfolg.“ Inhaltlich passte das zum Bild auf dem Platz: Brand-Nagelberg arbeitete konsequent gegen den Ball, suchte seine Momente bei ruhenden Bällen und nutzte diese eiskalt. Auch der Kontext spielte mit: „Wir haben gewinnen müssen, um uns die Chance zu bewahren, nicht abzusteigen. Vielleicht wollten wir es heute einfach um ein Drittel mehr.“
Bei allem Jubel fand Millner auch anerkennende Worte für den Gegner. „Gastern ist keine schlechte Mannschaft, die sind Vierter und haben gute Einzelspieler. Sie hatten heute auch Ausfälle“, erklärte er, bevor er nochmals auf den entscheidenden Faktor zurückkam: „Ich glaube, wir wollten den Sieg einfach mehr.“ Zufrieden zeigte sich der Brand-Nagelberg-Trainer zudem mit der Leitung des Unparteiischen: „Schiedsrichter – Topleistung. Es ist immer schwer, ohne Linienrichter zu pfeifen.“ Diskussionen gab es laut Millner nur kurz ums 1:0: „Gastern hat Abseits reklamiert. Meiner Meinung nach nicht – und wenn doch, dann war dreißig Sekunden vorher vielleicht ein Handelfmeter für uns.“ Positiv verbuchte er außerdem ein Comeback zwischen den Pfosten: „Unser Tormann ist wieder zurückgekommen, erstes Spiel seit Winter – ein sehr wichtiger Rückhalt.“ Mit den drei Punkten bleibt Brand-Nagelberg im Rennen gegen den Abstieg und will den Schwung ins Saisonfinish mitnehmen.