In der 1. Klasse Waldviertel trennte sich der USC Schweiggers und der FC Autohaus Hörmann Heidenreichstein mit 1:1. Elias Dorr brachte die Hausherren kurz vor der Pause in Front, Zbynek Musiol glich nach gut einer Stunde aus. Für Heidenreichstein war es ein Zähler, der ins Konzept passte – und laut Trainer Adolf Simon „unter dem Strich in Ordnung“ geht, auch wenn eine starke Parade des Heimkeepers das mögliche 1:2 vereitelte.

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Beide Teams tasteten sich lange ab, ehe kurz vor der Pause der erste Stachel saß: In Minute 43 stellte Elias Dorr auf 1:0, mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen. Aus Sicht der Gäste war das Spiel von Beginn an klar angelegt. Trainer Adolf Simon erklärte: „Wir brauchen jeden Zähler, jeden Punkt, und wir haben das so angelegt, dass wir den Punkt mindestens mitnehmen.“ Den Führungstreffer der Schweiggerer ordnete er so ein: „Das 1:0 war ein Freistoßtor. Da haben wir unseren Tormann nicht unbedingt glücklich ausschauen lassen.“ Wichtiger war für ihn aber, dass seine Mannschaft trotz Rückstand konzentriert blieb und am Plan festhielt.
Nach dem Seitenwechsel wurde Heidenreichstein mutiger und belohnte sich in Minute 68: Zbynek Musiol traf zum 1:1. Simon freute sich besonders über den Torschützen: „Unser Tor ist gut herausgespielt, und es freut mich, dass der Musiol wieder zurückgekommen ist und gleich ein Tor macht.“ In dieser Phase roch es für die Gäste sogar nach mehr. „Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir den Dreier vielleicht verdient. Wir haben alles versucht“, sagte Simon – und hob eine Schlüsselszene hervor: „Der gegnerische Tormann hat eine tolle Parade gehabt. Das wäre das 1:2 gewesen.“ Am Ende blieb es beim Remis, auch weil die Gäste, wie Simon selbstkritisch anmerkte, „zu wenig Druck in der Offensive machen konnten“.
Unabhängig vom Ergebnis sah der Trainer wichtige Schritte in der Mannschaftsentwicklung. „Gut funktioniert hat, dass wir wieder als Mannschaft aufgetreten sind“, betonte Simon. Im Vergleich zur Vorwoche habe aber „ein bissel die Aggressivität“ gefehlt. Den Gegner erlebte er so, wie erwartet: „Ich habe Schweiggers genauso erwartet, wie sie gespielt haben.“ Auch zur Leitung des Schiedsrichters fand Simon klare, faire Worte: „Da gibt’s keine Diskussionen. Er hat das gepfiffen, wie er es gesehen hat.“ Ein möglicher Heidenreichsteiner Treffer sei zuvor wegen Foul abgepfiffen worden – „ist so, damit muss man leben“.
In der Tabelle hilft der Zähler: Schweiggers hält nach 24 Runden bei 28 Punkten (Rang 11), Heidenreichstein steht mit 21 Zählern auf Platz 13. „Unter dem Strich muss man mit dem Punkt zufrieden sein“, fasste Simon zusammen – und will die gute zweite Halbzeit mitnehmen, um in den nächsten Aufgaben weiter zu punkten.