Torloser Abend in der 1. Klasse Waldviertel: Der SV Waldhausen (NÖ) und der USC Schweiggers trennen sich 0:0. In der 25. Runde hatten die Gastgeber vor der Pause mehr vom Spiel, nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste aktiver. Tore fielen keine, weil Schweiggers defensiv stabil stand und vorne der letzte Pass fehlte. Sportleiter Thomas Reif brachte es auf den Punkt: „Es war ein gerechtes 0:0.“

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Beide Teams starteten vorsichtig in die Partie, ohne gleich alles zu öffnen. Das bestätigte auch Schweiggers’ Sportlicher Leiter Thomas Reif: „Es gab von Anfang an ein leichtes Abtasten. In der ersten Halbzeit war Waldhausen die bessere Mannschaft mit mehr Chancen.“ Waldhausen suchte immer wieder den Abschluss, Schweiggers verteidigte viel und lauerte auf Umschaltmomente. Zwingendes sprang für die Gäste vor der Pause allerdings noch nicht heraus. Folgerichtig ging es – wie auch der offizielle Tickereintrag zur 45. Minute festhält – mit einem 0:0 in die Kabinen. Für beide Seiten war da noch alles drin, doch die Geduld blieb ein Thema.
Nach dem Seitenwechsel legte Schweiggers zu, fand mehr Situationen im letzten Drittel und kam mehrfach über die rechte Seite durch. Reif schilderte die Schlüsselmomente aus seiner Sicht sehr konkret: „Nach der Pause haben wir mehr Chancen für uns gefunden. Wir sind zweimal rechts gut vorbeigekommen, nur leider ohne Abnehmer.“ Auf der anderen Seite blieb Waldhausen gefährlich, wie Reif anmerkte: „Es gab einen Weitschuss von Waldhausen und einen Abschluss, der knapp über die Latte ging.“ Möglichkeiten waren also da, die Entscheidung fiel aber nicht – auch, weil Schweiggers am Ende nicht den entscheidenden Abschluss fand.
Den größten Anteil am Zähler schrieb Reif der stabilen Abwehrarbeit und dem Mann zwischen den Pfosten zu: „Unsere Defensivleistung hat wieder gut funktioniert.“ Und er hielt nicht hinter dem Berg: „Uns hat der Tormann den Punkt gerettet.“ Offensiv blieb dagegen Luft nach oben. „Weniger gut war das Toreschießen, weil wir aktuell den letzten Pass nicht an den Mann bringen“, so Reif. Hinten raus gab es sogar noch Gelegenheiten: „Wir hätten noch ein, zwei Chancen verwerten können, das haben wir leider nicht gemacht.“ Bei allem Ärger über verpasste Möglichkeiten blieb seine Einordnung klar: „Das Unentschieden geht aus meiner Sicht in Ordnung.“
Auch über strittige Szenen sprach Reif offen. Eine Handspielreklamation im Schweiggers-Strafraum sorgte kurz für Diskussion, doch die Bewertung fiel eindeutig aus: „Der Schiedsrichter war gleich daneben, er hat seine Linie durchgezogen – da gibt es nichts zu bemängeln.“ Zum Gegner fand Reif anerkennende Worte: „Waldhausen war ambitioniert, wollte unbedingt drei Punkte, ist sehr aggressiv ins Spiel gekommen – es war aber eine faire und offene Partie.“
In der Tabelle stehen die Nachbarn weiter eng beisammen: Schweiggers hält bei 29 Punkten auf Rang 11, Waldhausen bei 26 Zählern auf Platz 12. Der Blick geht nun aufs letzte Spiel: „Wichtig ist uns, dass wir nochmals alle Kräfte sammeln. Vielleicht kommen ein, zwei Verletzte zurück. Wir wollen zum Schluss drei Punkte holen und unserem Trainer einen positiven Abschied bescheren.“