Im Heimspiel der 1. Klasse Waldviertel setzte sich der FC Autohaus Hörmann Heidenreichstein mit 2:0 gegen den USV Brand-Nagelberg durch. Michael Apfelthaler stellte früh auf 1:0, Fabian Sachar machte spät den Deckel drauf. Trainer Adolf Simon freute sich über eine reife Vorstellung seiner Elf und hob vor allem den Zusammenhalt hervor. Im Tabellenkeller sind es damit wichtige Zähler. Der Blick bleibt dennoch auf die letzten Runden – und eine mögliche Relegation – gerichtet.

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Heidenreichstein erwischte den besseren Start und legte den Grundstein schon vor der Pause. In der 23. Minute traf Michael Apfelthaler zum 1:0 und gab seiner Mannschaft die gewünschte Richtung. Zur Halbzeit stand es 1:0, doch vom bequemen Durchmarsch konnte keine Rede sein. Trainer Adolf Simon beschrieb die Partie so, wie er sie geplant hatte: "Wir wollten unbedingt gewinnen, die Jungs haben alles reingehaut, und der Gegner hat ordentlich dagegengehalten." Besonders wichtig war für ihn, dass der erste Treffer fiel: "Ausschlaggebend war, dass wir das 1:0 gemacht haben. Der Außenverteidiger ist mitgegangen, der Ball kam gut rein." Brand-Nagelberg war – wie erwartet – nicht einfach zu bespielen. Simon betonte: "Es war mir von Anfang an klar, dass das keine leichte Partie wird."
Nach dem Seitenwechsel blieb es lange eng. Heidenreichstein spielte weiter auf den zweiten Treffer, ohne die Balance zu verlieren. Vieles sprach für Geduld, und genau diese zahlte sich in der Schlussphase aus. In der 80. Minute sorgte Fabian Sachar mit dem 2:0 für die Erlösung und die endgültige Absicherung des Dreiers. Simon hatte den Glauben an seine Mannschaft zu keiner Zeit verloren: "Ich hatte eigentlich die ganze Zeit ein gutes Gefühl, dass wir das Spiel für uns entscheiden würden." Mit Blick auf den späten Treffer legte er nach: "Es hat dann relativ lang gedauert bis zum Zweiten, aber dann waren wir sicher, dass es erledigt war." Mehr brauchte es nicht – hinten blieb man stabil, vorne nutzte man die entscheidenden Momente.
In der Analyse rückte Simon weniger einzelne Namen als das Kollektiv in den Fokus. "Unsere größte Stärke ist der Zusammenhalt. Einer läuft für den anderen, jedem ist unsere Situation bewusst, das Klima ist derzeit richtig gut." Auch deshalb wollte er niemanden herausheben: "Einzelne will ich nicht herausheben. Einige haben uns wieder ausgeholfen und ihre Leistung gebracht. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung – das ist im Fußball das Wichtigste." Ein Wort hatte der Coach auch für das Schiedsrichterteam übrig: "Es hat überhaupt nichts gegeben – der Schiedsrichter hat souverän geleitet, alles war in Ordnung." In der Tabelle hält Heidenreichstein nach 25 Runden bei 24 Punkten auf Rang 13, Brand-Nagelberg liegt mit 18 Zählern auf Platz 14. Der Ausblick bleibt nüchtern: "Vielleicht schaffen wir es noch, die Relegation zu vermeiden. Wenn nicht, nehmen wir sie an. Am meisten fehlt uns im Moment ein bisserl die Kondition – da können wir ansetzen."