In der 1. Klasse Waldviertel feierte der USC Hartl Haus Echsenbach einen starken 1:0-Auswärtssieg beim frisch gekrönten Meister SC Amaliendorf-Aalfang. Nach torloser erster Hälfte entschied Patrick Strohmayer die Partie in Minute 48. Echsenbach verteidigte den Vorsprung bis zum Schluss, Amaliendorf beendete das Spiel nach zwei späten Roten zu neunt. Für Trainer Robert Leutgeb war es die verdiente Belohnung für eine sehr kompakte Vorstellung und eine klare Steigerung nach der Pause.

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Die ersten 45 Minuten gehörten vom Ballbesitz her eher dem Meister, doch Robert Leutgeb sah seine Elf früh im Spiel drin. „In der ersten Halbzeit hatte Amaliendorf mehr Ballbesitz, aber die erste dicke Chance hatten wir mit einem Stangenschuss von Nico“, erzählte der Echsenbach-Coach. Zur Pause stand es 0:0, doch kurz nach Wiederbeginn fiel die Entscheidung: Patrick Strohmayer traf in der 48. Minute zum 1:0. „In der zweiten Halbzeit waren wir dominierend. Bei den Chancen stand es 5:1 – plus das Tor. Der Sieg ist gerecht“, so Leutgeb. Seine Mannschaft ließ hinten wenig zu und unterband viele Angriffe des Meisters früh. „Wir haben sehr gut verteidigt und nach vorne gespielt. Gott sei Dank hat Amaliendorf den einen oder anderen letzten Pass nicht gespielt – das war für uns entscheidend.“ Die Gastgeber schwächten sich in der Schlussphase mit Rot für Petr Bartejs (86.) und Stefan Teufel (90.+1), am abgeklärten Auswärtssieg der Hartl-Haus-Elf änderte das nichts mehr.
Gefragt nach dem Schlüssel des Erfolgs, suchte Leutgeb nicht lange: „Die ganze Mannschaft war sehr kompakt.“ Besonders stolz ist der Trainer auf die regionale Achse: „Sieben Echsenbacher in der Startelf, zwei kamen noch von der Bank. So etwas gab es bei uns noch nie. Das ist die Handschrift vom USC Hartl Haus, die Daniel Leutgeb und ich eingeführt haben.“ Den Gegner würdigte er zugleich: „Amaliendorf ist sehr kompakt und spielstark, mit giftigen, spritzigen Spielern. Wir haben gut dagegengehalten und den Kampf angenommen.“ Aus seiner Sicht half den Gästen auch der dichte Spielplan des Meisters: „Man hat gemerkt, dass sie am Donnerstag auch ein Spiel hatten – das hat uns in die Karten gespielt.“ Unterm Strich stand für Leutgeb ein Auftritt, der beides verband: Arbeit gegen den Ball und Mut nach vorne.
Auch wenn es beim 1:0 blieb, hätte Echsenbach laut Trainer nachlegen können. „Nico ist drei Mal alleine aufs Tor gegangen und hat leider nicht getroffen, aber das Positive ist, dass wir uns diese Chancen herausgespielt haben“, sagte Leutgeb und legte nach: „Er hat trotzdem ein sehr gutes Spiel gemacht.“ Anerkennende Worte fand er auch für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war für mich top.“ Und er vergaß die eigene Anhängerschaft nicht: „Unsere Fans sind immer top. Viele begleiten uns auch auswärts, und sie sind bei jedem Ergebnis in guter Laune.“ Zum Schluss schickte der Coach noch faire Worte an den Gegner: „Gratulation an Amaliendorf zur Meisterschaft – und Gratulation an meine Mannschaft zu diesem Sieg.“ Mit Blick nach vorne hält Leutgeb die Marschroute knapp und klar: „Wenn wir diese Kompaktheit und Geschlossenheit beibehalten, wird Hartl Haus in Zukunft vorne mitspielen.“ In der Tabelle steht Echsenbach nach Runde 25 bei 36 Punkten auf Rang sechs – der Dreier beim Meister unterstreicht den Anspruch, die Saison mit Schwung zu beschließen.