In der 1. Klasse Waldviertel setzte sich der SV Waldhausen (NÖ) beim USV Brand-Nagelberg mit 4:1 durch und machte damit den Klassenerhalt fix. Nach dem frühen 0:1 und dem Ausgleich der Hausherren vor der Pause brachte ein Eckballtreffer kurz vor dem Halbzeitpfiff die Gäste wieder in Front. Sektionsleiter Martin Maier sprach von einem „Knackpunkt“, lobte die Zweikampfstärke seiner Elf und bedankte sich ausdrücklich bei den vielen mitgereisten Fans.

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Waldhausen erwischte den besseren Start. Nach einer Viertelstunde nutzte Martin Rejman die erste große Gelegenheit und stellte in Minute 15 auf 0:1. Der Jubel war allerdings nur von kurzer Dauer, denn Brand-Nagelberg schlug zurück: In der 25. Minute glich Jan Marhoun zum 1:1 aus. „Wir waren froh, wie wir in Führung gegangen sind. Der Ausgleich war ein Rückschlag, weil es für uns um den Klassenerhalt ging“, ordnete Martin Maier ein. Genau in dieser Phase fiel die Szene, die für Waldhausen alles veränderte: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+1) traf Daniel Gutmann nach einer Ecke per Kopf zum 1:2. Maier beschrieb den Moment knapp und klar: „Es war eine perfekt geschossene Ecke und er hat eingeköpft.“ Mit dieser Führung im Rücken ging es in die Kabinen.
Für den Waldhausener Sektionsleiter stand außer Zweifel, wann die Partie endgültig in ihre Richtung kippte. „Der entscheidende Moment war das Tor von Daniel Gutmann direkt vor der Halbzeit“, sagte Maier und verwies damit auf den Zeitpunkt und die Wucht des 1:2. Gleichzeitig hob er hervor, worauf sich seine Mannschaft an diesem Abend stützte: „Besonders gut war unsere Zweikampfstärke.“ Ganz ohne Kritik wollte er es aber nicht lassen: „Luft nach oben haben wir in der Kommunikation und wir können noch mehr für das Spiel hergeben.“ Auch zum Unparteiischen fand Maier deutliche Worte, allerdings im positiven Sinn: „Ich habe keine Fehler vom Schiedsrichter gesehen. Das war eine super Partie, ich habe nichts auszusetzen.“ Den Unterschied zwischen den Teams fasste er schließlich in einem Satz zusammen: „Die Einstellung und die Motivation, die Klasse zu erhalten – das hat den Ausschlag gegeben.“
Brand-Nagelberg suchte laut Maier sein Heil vor allem im Umschalten. „Der Gegner war sehr konterorientiert. Sie haben hinten gemauert, Konter gefahren und Freistöße gezogen. Durch das haben wir auch das 1:1 bekommen“, erklärte er. Nach dem Seitenwechsel wuchs der Vorsprung der Gäste dann mit Hilfe der Hausherren an: In der 53. Minute landete der Ball über ein Eigentor von Georg Hofmann zum 1:3 im Netz, in Minute 86 sorgte ein weiteres Eigentor – diesmal von Jan Marhoun – für den 1:4-Endstand. Waldhausen brachte das Ergebnis seriös heim und durfte am Ende doppelt feiern. „Viele Fans sind mitgefahren, um den Klassenerhalt zu sichern“, bedankte sich Maier für die Unterstützung auf der Tribüne. Der Blick nach vorne bleibt bodenständig: „Da haben wir Luft nach oben, vor allem in der Kommunikation – und wir können noch mehr fürs Spiel hergeben.“ Mit dem fixierten Ligaverbleib im Rücken kann Waldhausen nun ruhiger in die Sommerpause gehen.