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„Ich finde nicht viele positiven Worte“ – Hofmann schildert schweren Umbruch bei Brand-Nagelberg

USV Brand-Nagelberg

Beim 1. Klasse Waldviertel-Absteiger USV Brand-Nagelberg ist die Sommerpause alles andere als ruhig. Nach Rang 14 mit 18 Punkten fällt das Fazit von Sportleiter Georg Hofmann ungewohnt hart aus: „Ich kann eigentlich keine positiven Worte über die letzte Saison finden.“ Der Verein richtet sich nach dem Rückzug in die 2. Klasse neu aus, geht eine Spielgemeinschaft mit Hoheneich ein und muss zahlreiche Abgänge stemmen. Hofmanns nüchterner Ton zeigt, wie groß die Aufgaben in den kommenden Wochen sind.

Fußball mit Sternen-Design auf Rasen

Foto von Daniel Norin auf Unsplash

Abstieg, Frust und der Start bei Null

Es ist selten, dass ein Verantwortlicher so klar spricht. Doch Georg Hofmann macht keinen Hehl daraus, wie tief die Enttäuschung sitzt: „Aufgrund dessen, dass wir in die 2. Klasse abgestiegen sind und eine Spielgemeinschaft mit Hoheneich eingegangen sind, kann ich eigentlich keine positiven Worte über die letzte Saison finden.“ Der Blick auf die Entwicklung unterstreicht die Schwere des Themas: Ab Runde 13 hing Brand-Nagelberg meist am Tabellenende fest und schloss die 1. Klasse Waldviertel als 14. mit 18 Zählern ab. Selbst bei der Frage nach der Stimmung bleibt Hofmann bewusst knapp: „Da bleibe ich bei der gleichen Antwort, die ich schon gegeben habe.“ Es ist eine ehrliche Bestandsaufnahme nach einer Saison, in der die Mannschaft lange kämpfte, sich aber zu selten belohnte und nun den Schnitt machen muss.

Kader im Umbruch: „Viele tschechische Abgänge“

Sportlich wie personell wartet viel Arbeit. „Viele tschechische Abgänge“, fasst Hofmann die Lage zusammen, bevor er konkret wird: „Peter Sulek, Niklas Tampier, beide nach Nondorf, Jindrich Kucera und Lukas Zukal, beide zu Hartl Haus, Daniel Granov nach Sandl. Andere Abgänge sind möglicherweise noch offen.“ Das ist ein harter Aderlass an Erfahrung und Qualität, der Strukturen zerreißt und Automatismen kostet. Fixe Neuzugänge oder Zusagen nennt Hofmann nicht, was zeigt, dass der Kader noch im Fluss ist. Immerhin: Verletzungssorgen gibt es aktuell keine. „Aktuell wüsste ich von keinen verletzten Spielern“, sagt der Sportleiter. In Summe bedeutet das: Der Verein muss binnen weniger Wochen Positionen doppelt denken, Rollen neu verteilen und die geplante Spielgemeinschaft rasch mit Leben füllen.

Respekt vor Nondorf, klare Worte für den Weg nach vorne

Wenn Hofmann jemanden hervorhebt, dann den Ligakonkurrenten, der zuletzt den stärksten Eindruck hinterließ: „Nondorf“, beantwortet er knapp die Frage nach dem beeindruckendsten Gegner – passend zum Tabellenbild, das die SCU Koller Nondorf auf Rang zwei ausweist. Im eigenen Lager verzichtet Hofmann bewusst auf Einzel-Lob: „Nein“, sagt er auf die Frage, ob sich zuletzt Spieler besonders hervorgetan hätten. Diese Nüchternheit prägt auch den Ausblick. Die Spielgemeinschaft mit Hoheneich ist gesetzt, die Transferliste noch in Bewegung, und die Aufgaben liegen offen auf dem Tisch: Kader zusammenschweißen, Hierarchien klären, Wettbewerb annehmen. Hofmann hält die Botschaft bewusst schlicht, aber deutlich – jetzt zählt die Arbeit am Platz. Für Brand-Nagelberg heißt das: ruhig arbeiten, Abgänge kompensieren und mit einem geschlossenen Team den Neustart in der 2. Klasse anpacken.