In der 1. Klasse Waldviertel hat der SV Albrechtsberg eine solide Saison hingelegt und sie mit Platz 9 und 35 Punkten abgeschlossen. Trainer Stefan Erlebach zieht ein positives Fazit, ohne die rosarote Brille aufzusetzen: Das Hauptziel Klassenerhalt wurde souverän geschafft, einige Ergebnisse hätten aber besser ausfallen können. Dazu kommen personelle News mit zwei Abgängen und einer bitteren Verletzung, während die Stimmung im Verein und der Mut zur Jugend klar positiv bleiben.

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Stefan Erlebach spricht ruhig, aber bestimmt über die abgelaufene Spielzeit – und er bleibt bei seiner Linie. „Prinzipiell waren wir mit der Saison zufrieden“, fasst der Coach zusammen und liefert gleich die Begründung mit: „Gut war, dass wieder junge Spieler nachgerückt sind, die es sehr gut gemacht haben. Positiv war auch, dass wir mit dem Abstieg gar nichts am Hut hatten. Das war unser Hauptziel.“ Am Ende stehen Rang 9 und 35 Punkte – solide, zumal die Saisonkurve durchaus Bewegung zeigte, mit einem Hoch bis Platz zwei in der ersten Phase und späteren Dämpfern rund um Runde 20. Dennoch betont Erlebach: „Natürlich hätten einige Ergebnisse besser laufen können, da war noch nicht das Maximum drin, aber unterm Strich waren wir zufrieden.“ Dieses „zufrieden, aber nicht satt“ zieht sich durch seine Einordnung.
Neben der sportlichen Einordnung gibt es klare Kader-News. „Martin Janak wird uns verlassen. Ein anderer Legionär wird anstatt ihm kommen. Das ist bis jetzt fix“, bestätigt Erlebach. Namen nennt er nicht, die Richtung ist aber gesetzt. Besonders hart trifft den Verein die Verletzung von Andreas Jager. „Er hat sich im vorletzten Match in Kautzen das Kreuzband gerissen. Er wird seine Karriere beenden“, sagt der Trainer und wird spürbar ernst: „Das ist sehr schade, er war ein super Spieler, das tut uns weh.“ Während die sportliche Planung nüchtern voranschreitet, bleibt für Jager vor allem Dank und Respekt. Parallel deutet Erlebach kleinere Anpassungen im Umfeld an: „Im Betreuerteam wird sich ein bisschen etwas ändern, aber nichts Großartiges.“ Der Umbau soll also maßvoll erfolgen, ohne die gewachsene Struktur zu zerreißen.
Albrechtsberg setzt sichtbar auf den eigenen Nachwuchs – und Erlebach gefällt, was er sieht. „Sportlich freuen mich die jungen Burschen“, sagt er und nennt ein besonders frühes Versprechen: „Der Fabio Frühwirth hat es mit 15 Jahren in die Kampfmannschaft geschafft und gute Leistungen gebracht.“ Ein Einzelfall soll das nicht bleiben, trotzdem verzichtet der Coach bewusst auf eine Rangliste im eigenen Stall: „Ich möchte aber niemanden herausheben.“ Sein Stolz gilt dem Kollektiv – und der breiten Basis. „Ich bin sehr stolz auf die Jungen und auf den Vizemeistertitel in der Reserve, wo hauptsächlich unsere Jungen spielen und ihren Weg machen werden.“ Das ist keine Floskel, sondern wird im Verein gelebt: Die Talente bekommen Minuten, Verantwortung und Anerkennung, was die Stimmung hebt und Perspektive schafft.
Bei all den personellen Themen bleibt die Atmosphäre rund um die Kampfmannschaft ein Pfund. „Die Stimmung ist super, wie fast immer bei diesem Verein. Es passt alles“, betont Erlebach. Dieses Wir-Gefühl ist für ihn Grundlage, um den eingeschlagenen Weg fortzusetzen: solide absichern, junge Spieler heranführen, Ergebnisse verbessern. Auf die Frage nach dem stärksten Gegner winkt er ab – nicht aus Ausflucht, sondern aus Respekt: „Jeder Gegner hat etwas Spezielles, da möchte ich niemanden extra hervorheben.“ Vielmehr richtet er den Blick nach innen: Kleine Justierungen im Staff, zwei Abgänge kompensieren, die positive Entwicklung der Jungen weiter vorantreiben. Große Töne gibt es nicht, aber eine klare Botschaft bleibt: Albrechtsberg will den guten Grundstock nutzen und im nächsten Jahr früher und öfter das abrufen, was in der Mannschaft steckt.