In der 20. Runde der 1. Klasse West-Mitte feierte der SKVg Pottenbrunn gegen den SV Ratzersdorf einen klaren 4:1-Heimsieg. Grundlage war ein früher Strafstoß, ehe die Hausherren noch vor der Pause auf 3:0 stellten und damit die Richtung vorgaben. „Der frühe Elfmeter war ausschlaggebend“, betonte Sportchef Sebastian Vojta nach dem Schlusspfiff und hob das starke Kollektiv seiner Mannschaft hervor, die den höher platzierten Gegner über weite Strecken kontrollierte.

Image by Jörg Struwe from Pixabay
Pottenbrunn startete mit viel Schwung und suchte früh den direkten Weg zum Tor. „Wir hatten am Anfang eine sehr gute Drangphase mit sehr guten Aktionen“, beschrieb Sebastian Vojta den Auftakt. In Minute 12 folgte der erste Lohn: Mario Reicher traf per Elfmeter zum 1:0. Vojta schilderte die Szene so: „Es war eine gut ausgespielte Aktion von hinten nach vorne, ein toller Lochpass von Leonardo Wang, und Mario Reicher spitzelt den Ball am Tormann vorbei – Foul, Elfmeter.“ Die Gastgeber blieben am Drücker. In der 19. Minute legte Chibuzo Oguegbu zum 2:0 nach, noch vor der Pause erhöhte Lukas Marjanovic in Minute 35 auf 3:0. Ratzersdorf fand in dieser Phase kaum Zugriff, zur Halbzeit war der deutliche Vorsprung verdient festgezurrt. „Ratzersdorf war in der ersten Halbzeit nicht die Mannschaft, die wir erwartet hatten“, meinte Vojta, ohne dem Gegner die Qualität abzusprechen.
Nach Wiederanpfiff kam Ratzersdorf besser ins Spiel. Das passte zu Vojtas Einschätzung, dass der Gast grundsätzlich „sehr, sehr stark“ ist; in der Tabelle stehen die St. Pöltner auf dem fünften Platz und haben 32 Punkte auf dem Konto. Wirklich gefährlich wurde es aber erst in der Schlussphase: In der 84. Minute verkürzte Sandro Göber auf 3:1 und brachte noch einmal kurz Spannung hinein. Pottenbrunn blieb jedoch stabil und suchte die Entscheidung. Fünf Minuten später war sie da: Ein Eigentor von Alexander Köck stellte in der 89. Minute auf 4:1. „Das 4:1 war dann der Knackpunkt“, sagte Vojta, der die reife Reaktion seiner Mannschaft in den letzten Minuten hervorhob. Die Hausherren brachten das Resultat danach souverän über die Zeit.
In der Analyse blieb der Sportliche Leiter bei zwei Kernpunkten. „Definitiv das Kollektiv und der unbedingte Wille, dieses Spiel zu gewinnen“, nannte Vojta als Hauptgründe für den Heimsieg. Er legte nach: „Heute muss man wirklich die Mannschaft loben. Es hat jeder hundert Prozent gegeben.“ Zugleich fand er respektvolle Worte für den Gegner: „Ratzersdorf ist eine irrsinnig gute Mannschaft. Ohne den frühen Elfer wäre es wahrscheinlich ein deutlich schwierigerer Tag geworden.“ Auch der Schiedsrichter bekam ein Sonderlob: „Für mich einer der besten, die ich jemals gehabt habe – als Trainer wie als sportlicher Leiter.“
Laut aktueller Tabelle liegt Pottenbrunn auf Rang elf mit 20 Punkten; der klare Auftritt und die breite Teamleistung sollen nun Rückenwind für die nächsten Aufgaben geben.