In der 20. Runde der 1. Klasse West-Mitte setzte sich FC STYX Ober-Grafendorf klar mit 4:0 gegen TSU Förthof Hafnerbach durch. Drei Treffer binnen fünf Minuten vor der Pause stellten die Weichen. Hafnerbachs Co-Trainer Matthias Berger sprach von einem ordentlichen Start, aber zu vielen Eigenfehlern und lobte die individuelle Klasse des Gegners. Sein Fazit war deutlich: „Ober-Grafendorf hat verdient gewonnen.“ Positiv hielt er fest, dass seine Mannschaft nach dem 0:3 zur Pause nicht auseinanderfiel. Der Unparteiische blieb laut Berger unauffällig, strittige Szenen gab es keine.
Hafnerbach kam ordentlich in die Partie, wirkte zunächst stabil und gut sortiert. „Wir sind grundsätzlich gut ins Spiel gekommen“, erklärte Co-Trainer Matthias Berger. Doch dann folgte jene Phase, die das Match drehte: In der 32. Minute traf Markus Dotter zum 1:0, nur drei Minuten später legte Kyrylo Sobolevskyi das 2:0 nach, und praktisch im Anschluss erhöhte Fabian Datzreiter in Minute 36 auf 3:0. „Die fünf Minuten in der ersten Halbzeit mit den drei Gegentoren waren spielentscheidend. Nach dem ersten Gegentreffer waren wir verunsichert und haben nicht mehr ins Spiel zurückgefunden“, so Berger. Zur Pause stand es 0:3 aus Gästesicht – ein klarer Rückstand, der vor allem aus den eigenen Fehlern in dieser kurzen, aber heftigen Phase entstand.
Nach dem Seitenwechsel blieb die große Aufholjagd zwar aus, doch die Gäste ließen sich keineswegs hängen. „In der zweiten Halbzeit haben wir Charakter bewiesen. Nach dem 0:3 zur Pause sind wir nicht komplett auseinandergebrochen“, betonte Berger. Hafnerbach hielt dagegen, trat geschlossener auf und brachte mehr Ruhe ins eigene Spiel, ohne die Partie noch einmal wirklich zu öffnen. Ober-Grafendorf blieb geduldig und setzte spät den Schlusspunkt: In der 85. Minute stellte Patrik Began mit dem 4:0 den Endstand her. Unter dem Strich stand damit ein klarer Heimsieg, der sich bereits vor der Pause abgezeichnet hatte, während Hafnerbach zumindest Moral und Haltung zeigte.
Warum es an diesem Tag nicht reichte, brachte Berger auf den Punkt: „Wir hatten in der letzten Zeit einige kranke beziehungsweise angeschlagene Spieler. Man hat gemerkt, dass wir aktuell nicht bei hundert Prozent sind.“ Gleichzeitig sparte er nicht mit Respekt für den Tabellenführer: „Wir haben gegen den künftigen Meister gespielt. Sie haben mit ihren individuellen Qualitäten einfach eine super Mannschaft.“ Dass mit Dotter, Sobolevskyi, Datzreiter und Began gleich vier verschiedene Ober-Grafendorfer trafen, passte zu diesem Bild der Breite und Qualität. Positiv vermerkte Berger außerdem: „Der Schiedsrichter war unauffällig, es gab keine strittigen Szenen.“ Für Hafnerbach gilt es nun, Kräfte zu sammeln, die angeschlagenen Spieler zurückzubekommen und aus der ordentlichen Reaktion nach der Pause Mut für die nächsten Aufgaben zu ziehen.