In der 1. Klasse West-Mitte feierte TSU Förthof Hafnerbach gegen SV Ratzersdorf einen 2:1-Heimsieg. Matchwinner war Doppel-Torschütze David Frühauf, dessen früher Doppelschlag die Richtung vorgab. Nach der Pause wurde Ratzersdorf stärker und kam durch Christoph Speiser heran, doch Hafnerbach brachte den Vorsprung über die Zeit. Sportdirektor Matthias Berger sprach von einem Mentalitätssieg und betonte: "Das Glück war diesmal auf unserer Seite, in der Schlussphase hatten wir auch Glück und einen sensationellen Lukas Janda."

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Hafnerbach legte los wie die Feuerwehr. "Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet und hatten gleich Torchancen. Die Mannschaft hat nach der deutlichen Niederlage letzte Woche stark reagiert", sagte Matthias Berger, der seiner Elf den Mut und das Tempo anmerkte. Bereits in Minute 4 fiel das 1:0: Laut Berger kam der Ball von Tormann Lukas Janda weit nach vorne, dann nahm sich David Frühauf die Szene – "er hat die Gegenspieler in Marcel-Hirscher-Manier wie Slalomstangen ausgetanzt und mit einem satten Schuss ins Kreuzeck ein wunderschönes Tor erzielt." Hafnerbach blieb am Drücker, arbeitete konsequent nach, und wurde vor der Pause erneut belohnt. In der 33. Minute schnürte Frühauf den Doppelpack, diesmal nach "einer Ballstaffette über die linke Seite", wie Berger schilderte: "Am Ende hat David ins lange Eck vollendet." Mit dem 2:0 im Rücken hatte die Heimelf das Spiel bis zum Halbzeitpfiff gut im Griff.
Nach Wiederbeginn kippte das Spiel deutlich in Richtung Gäste, ohne dass Hafnerbach komplett den Faden verlor. Berger fasste es ehrlich zusammen: "In der zweiten Halbzeit war Ratzersdorf wesentlich stärker. Nach dem 1:2 sind wir zu defensiv geworden und hatten zu wenig Entlastung." Der Anschluss durch Christoph Speiser in Minute 58 brachte neue Spannung, die Partie blieb offen. Hafnerbach verteidigte viel, suchte Phasen zum Durchatmen und setzte nur noch vereinzelte Nadelstiche. "Das Glück war diesmal auf unserer Seite", meinte Berger, der den Aufwand der Gäste ausdrücklich anerkannte: "Ratzersdorf ist eine spielerisch gute Mannschaft. In der ersten Halbzeit haben sie aus unserer Sicht etwas verschlafen, nach der Pause haben sie ihre Qualitäten gezeigt." Trotz des Drucks ließen die Gastgeber den Ausgleich nicht zu – das 2:1 stand bis zum Schluss, auch weil die Heimelf den eigenen Strafraum in der intensiven Schlussphase konsequent absicherte.
In seiner Analyse rückte Berger das Auftreten seiner Mannschaft in den Mittelpunkt. "Wir hatten einen sehr guten Spirit. Man hat schon in der Kabine gespürt, dass wir eine Reaktion zeigen wollen, und wir haben uns 90 Minuten positiv gepusht." Der zweite Treffer sei für ihn ein Schlüssel gewesen: "Ich denke, der zweite Treffer war vorentscheidend." Angesprochen auf eine heikle Szene blieb der Berger sachlich: "Es gab eine strittige Situation mit unserem Abwehrchef Jakub Nemec, aus Ratzersdorfer Sicht vielleicht Rot – ich habe die Aktion aber nicht wirklich gesehen." Grundsätzlich habe es "vielleicht ein, zwei strittige Situationen auf beiden Seiten" gegeben, nichts Spielentscheidendes.
Sein Fazit fiel klar aus: "Am Ende war es ein Mentalitätssieg von unserer Seite." Dazu gab es noch ein Dankeschön an die Truppe: "Ich möchte ein Pauschallob an die Mannschaft aussprechen." Mit diesem Sieg holt sich Hafnerbach nach der Watschn zuletzt spürbares Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben.