In der 21. Runde der 1. Klasse West-Mitte setzte sich USG Alpenvorland mit 4:2 gegen SKVg Pottenbrunn durch. Zur Pause lag Alpenvorland 2:0 voran, nach dem Seitenwechsel fiel rasch das 3:0, wenig später das 4:0, ehe Pottenbrunn spät noch zweimal traf. Pottenbrunns Sportchef Sebastian Vojta sprach von einem Gegner mit dem größeren Willen: "Alpenvorland wollte den Sieg den Tick mehr." Besonders das 3:0 kurz nach der Pause ordnete er als Knackpunkt ein: "Das war dann die Entscheidung."

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Pottenbrunns sportlicher Leiter nahm schon die Anfangsphase als Fingerzeig wahr. "Alpenvorland war für mich eine sehr gute Mannschaft, die von Anfang an unbedingt diese drei Punkte wollte", sagte Sebastian Vojta. Seine eigene Mannschaft habe sich viel vorgenommen, doch in dieser Phase sei der Gegner zielstrebiger gewesen. "Ich will unserem Team den Willen nicht absprechen, aber an diesem Tag wollte es Alpenvorland eine Spur mehr." Diese Einschätzung spiegelte sich nach einer halben Stunde auch auf der Anzeigetafel wider: Jakub Stefancin traf in der 34. Minute zum 1:0 und legte nur drei Minuten später das 2:0 (37.) nach. "Das 2:0 zur Halbzeit war gerechtfertigt", hielt Vojta fest. Aus Pottenbrunner Sicht hätte es sogar früher klingeln können: "Es hätte in der Anfangsphase schon ein Tor fallen können, da hatten wir Glück." Mit dem 2:0-Pausenstand war die Richtung klar, Alpenvorland hatte mehr vom Spiel und ließ wenig zu.
Pottenbrunn kam mit dem Plan aus der Kabine, das Blatt zu wenden. "Wir wollten nach der Halbzeit rauskommen und die Partie drehen", so Vojta. Doch dieser Ansatz bekam rasch einen Dämpfer: In der 57. Minute schnürte Stefancin mit dem 3:0 seinen Dreierpack – aus Vojtas Sicht der entscheidende Moment. "Gleich nach der Halbzeit ist das 3:0 gefallen, und das war die Entscheidung." Seine Erklärung für die klaren Alpenvorländer Vorteile klang eindeutig: "Sie haben sehr gute individuelle Spieler im Angriff, und es kamen sehr gute Pässe vom Mittelfeld in den Sturm." Mehrfach liefen die Angreifer frei auf den Keeper zu, "dreimal alleine Richtung Torhüter", wie Vojta betonte. Zudem habe Alpenvorland im vorderen Drittel enorm gearbeitet. "Sie sind vorne mehr gelaufen, haben uns gut zugestellt und uns immer wieder in Bedrängnis gebracht. Wir sind schwer über die Mittellinie gekommen."
Alpenvorland ließ nach dem 3:0 nicht locker. Adam Benedik stellte in Minute 61 auf 4:0 und besiegelte damit früh die Punkteverteilung. Pottenbrunn gab sich dennoch nicht auf und kam in der Schlussphase zu Ergebniskosmetik: Mario Reicher traf in der 84. Minute zum 4:1 und legte in der Nachspielzeit (90.+1) das 4:2 nach. Vojta blieb in seiner Bewertung sachlich, auch gegenüber dem Unparteiischen: "Nichts Aufregendes, keine schwerwiegenden Situationen. Er ist ohne Karte ausgekommen, sehr gute Linie – ein sehr, sehr guter Schiedsrichter." Auf die Frage nach dem Unterschied zwischen den Teams antwortete er konsequent: "Alpenvorland wollte den Sieg den Tick mehr, das war ausschlaggebend." In der Tabelle liegen die Pottenbrunner mit 20 Punkten auf Rang elf, Alpenvorland hält bei 18 Zählern auf Platz 13. Für die Gastgeber sind es wichtige drei Punkte im engen Feld, Pottenbrunn nimmt zumindest zwei späte Treffer als kleines Lebenszeichen mit.