In der 1. Klasse West-Mitte trennte sich der ATSV Schönfeld/T. vom 1. SV Maria Anzbach mit 2:2. Maria Anzbach führte früh und legte nach der Pause erneut vor, kassierte aber in der Schlussphase den Ausgleich. Trainer Rafael Pollack haderte anschließend mit ausgelassenen Chancen und Abstimmungsproblemen in der Abwehr. „Wir hatten Möglichkeiten, das Spiel zuzumachen. Vorne wie hinten fehlte uns die Konsequenz“, ärgerte sich der Coach nach einem Abend, an dem für sein Team mehr drinnen war.

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Maria Anzbach erwischte in der 22. Runde den Traumstart: Nach nicht einmal einer Minute drückte Tilman Johannes Schober den Ball zur 0:1-Führung über die Linie. Rafael Pollack bestätigte den wachen Beginn: „Wir sind gut ins Spiel gestartet und in der ersten Minute 1:0 in Führung gegangen.“ Danach bekam seine Mannschaft zwar Zugriff, verpasste aber das frühe 0:2. Genau das nagte am Trainer: „Wir haben verabsäumt, das zweite Tor zu machen und den Gegner am Leben gelassen.“ Weil Schönfeld/T. dranblieb und Maria Anzbach die eigenen Umschaltmomente nicht sauber ausspielte, blieb es beim knappen 0:1 zur Pause. Pollack sprach auch den Rahmen an: „Wir tun uns auf dem kleinen Platz schwer.“ Es war eine Halbzeit, in der Anzbach mehr vom Spiel hatte, sich aber nicht belohnte.
Nach dem Seitenwechsel kam Schönfeld/T. besser aus der Kabine und setzte vermehrt Nadelstiche. In Minute 68 fiel das 1:1 durch Blerim Sulimani. Pollack sah den Treffer kritisch: „Das 1:1 war aus unserer Sicht klar abseits.“ Fest steht: Das Tor zählte, und die Partie war wieder völlig offen. Maria Anzbach schüttelte sich kurz und antwortete: In der 77. Minute stellte Thomas Helly auf 1:2 und brachte die Gäste zurück auf Kurs. Doch die Entscheidung blieb aus. In der Schlussphase zahlte sich Schönfelds Hartnäckigkeit aus, Felix Schwarz glich in der 83. Minute zum 2:2 aus. Pollack sprach von „Abstimmungsproblemen in der letzten Linie“ und einem Gegentor „aus dem Nichts“. Seine Bilanz: „Beide Gegentore haben wir uns letztlich selbst eingebrockt.“
Nach dem Schlusspfiff überwog beim Gäste-Coach die Enttäuschung über verpasste Chancen. „Wir hatten in der ersten Halbzeit Möglichkeiten, den Sack zuzumachen. Wenn wir da auf 2:0 oder 3:0 stellen, ist das Spiel entschieden“, sagte Pollack. Er nahm sein Team in die Pflicht: „Uns fehlte die Konsequenz hinten, den Ball früher aus der Gefahrenzone zu bringen, und vorne, die Chancen in Tore umzuwandeln.“ Gleichzeitig zollte er dem Gegner Respekt: „Schönfeld war mit dem Rücken zur Wand, hat alles reingeworfen und es uns richtig schwer gemacht. Sie können mit dem 2:2 zufrieden sein.“ Zur Leitung des Unparteiischen äußerte er deutliche Kritik: „Teilweise wirkte er überfordert – eine der schlechteren Leistungen in dieser Saison.“ In der Tabelle bleibt Maria Anzbach mit 44 Punkten Dritter, während Schönfeld/T. als 14. jeden Zähler braucht. Für Pollack ist der Auftrag klar: „Wir müssen unsere Möglichkeiten besser nützen und hinten wieder stabiler werden. Dann holen wir die Dreier, die wir wollen.“