Spielberichte

Später Elfer kostet FCU Gerersdorf/E. den Punkt

FC Ober-Grafendorf
FCU Gerersdorf/E.

In der 1. Klasse West-Mitte musste sich FC STYX Ober-Grafendorf gegen FCU Gerersdorf/E. mit 2:1 durchsetzen – allerdings erst in der Nachspielzeit. Die Gäste glichen nach der Pause durch Ramazan Yildiz aus und schnupperten am Punkt, ehe Ober-Grafendorf spät zuschlug. Gerersdorf/E.-Obmann Franz Haiderer haderte mit der Entscheidung zum Schluss: „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Der Elfmeter in der Nachspielzeit ist für uns schwer zu verdauen.“

Fußball und Fußballschuh bei Eckball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühes 1:0, Gerersdorfs Antwort nach der Pause

Ober-Grafendorf erwischte den besseren Start und stellte früh auf 1:0: In der 8. Minute traf Fabian Datzreiter und brachte den Tabellenführer auf Kurs. „Das Tor war bei uns ein individueller Fehler, ich glaube, es war ein Kopfball“, schilderte Franz Haiderer. Danach stabilisierte sich Gerersdorf/E., blieb kompakt und ließ bis zur Pause wenig anbrennen – zur Halbzeit stand es 1:0. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste mutiger aus der Kabine und setzten Nadelstiche. Der Ausgleich fiel in der 51. Minute: Ramazan Yildiz vollendete einen schnellen Angriff über die Seite. „Das war ein schöner Konter, Ramazan hat den sauber gemacht“, lobte Haiderer. Mit dem 1:1 war die Partie endgültig offen, beide Teams suchten den nächsten Treffer, ohne die ganz klaren Möglichkeiten am Fließband herauszuspielen.

Haiderer ärgert sich über Elfer in der Nachspielzeit

Die Schlussphase stand dann im Zeichen einer umstrittenen Szene aus Sicht der Gäste. Zuerst, so Haiderer, „war der Schiedsrichter in den ersten 80 Minuten okay“. Danach habe eine Situation rund um die Rückpassregel für Unruhe gesorgt: „Er hat einen indirekten Freistoß gegen uns gegeben, ab da ist ihm das Spiel etwas entglitten.“ Der späte Knockout folgte in der Nachspielzeit, als Patrik Began zum 2:1 für Ober-Grafendorf traf. „Diesen Elfmeter gibt sicher nicht jeder. Es war Körperkontakt, aber unser Spieler hat in erster Linie den Ball gespielt“, meinte der Obmann, der das 1:2 als besonders bitter empfand: „In der Nachspielzeit so einen Elfer zu pfeifen, tut weh – wir hätten uns den Punkt verdient gehabt.“ Dass der fällige Strafstoß sicher verwandelt wurde, machte den Ärger verständlicherweise nicht kleiner.

Personalsorgen, Derby-Emotionen – und ein Blick nach vorne

Trotz der Niederlage wollte Haiderer seiner Mannschaft nichts vorwerfen – im Gegenteil. „Uns hat der Stammtormann gefehlt, der Ersatztormann musste spielen, und zwei, drei Stammspieler waren verletzt. Aber jeder hat sich tadellos verkauft“, sagte er. Auch deshalb war das 1:1 lange ein hart erarbeiteter Lohn. Einen dicken Pluspunkt sah er im Auftritt gegen den Ligaprimus: Ober-Grafendorf führt die Tabelle an, Gerersdorf/E. rangiert im gesicherten Mittelfeld. „Sie sind eine Spitzenmannschaft und spielen um den Meistertitel. Nach dem 1:0 haben sie aber eher zurückgesteckt und nicht viele Chancen herausgespielt“, so seine Einschätzung. Rund um den Platz war’s zudem emotional. „Es war ein Derby, am Ende wurde es wegen der Entscheidung hitzig, hat sich aber wieder beruhigt.“ Für Gerersdorf/E. bleibt unterm Strich viel Positives: Kompaktheit, Moral und ein starker Auswärtsauftritt. „Darauf können wir aufbauen“, blickte Haiderer voraus.

1. Klasse West-Mitte: Ober-Grafendorf : Gerersdorf - 2:1 (1:0)

  • 91
    Patrik Began 2:1
  • 51
    Ramazan Yildiz 1:1
  • 8
    Fabian Datzreiter 1:0