In der 1. Klasse West-Mitte setzte sich der SV Ratzersdorf gegen den USC Mank mit 2:0 durch. Bei sommerlichen Temperaturen stellten die Gastgeber schon in Minute 8 auf Kurs: Baran Caner traf nach starker Aktion über rechts, Christoph Speiser erhöhte in der 36. per Elfmeter. Danach brachten die Ratzersdorfer die Führung mit viel Laufarbeit und sehr solider Abwehrarbeit über die Zeit. Mank fand kaum klare Möglichkeiten – ein Arbeitssieg, der früh eingeläutet wurde und am Ende reif zu Ende gespielt war.

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Der Hausherr legte los, als hätte er es eilig. In der achten Minute rollte ein Angriff über rechts, der das Spiel in die gewünschte Richtung lenkte. Messi Ibrahim brachte den Ball scharf zur Mitte, Thomas Baumann sicherte den Ball kurz und legte in den Rückraum, wo Baran Caner zum 1:0 einschob. Trainer Martin Parb strich den Start ausdrücklich heraus: „Der schnelle Führungstreffer war bei dieser Hitze enorm wichtig. Es ist immer gut, wenn man früh in Führung geht, und das ist uns zum Glück gleich gelungen.“ Ratzersdorf blieb danach konzentriert und wurde noch vor der Pause belohnt. Nach einem Foul an Lukas Mitterwachauer zeigte der Unparteiische auf den Punkt, Christoph Speiser blieb in der 36. Minute cool und stellte souverän auf 2:0. „Das zweite Tor war ein Foulelfmeter, den Christoph sicher verwandelt hat“, so Parb. Mit diesem Polster ging es in die Kabinen – verdient, weil die Gastgeber in Hälfte eins das gefährlichere Team waren.
Im zweiten Abschnitt veränderte sich das Bild: Viel Kampf, wenig Strafraumszenen, dafür ein kompakter Auftritt der Heimelf. „Der Wille, die Leidenschaft, die Laufarbeit – wir sind als Mannschaft aufgetreten“, erklärte Parb und ergänzte: „Wir waren defensiv extrem stabil und haben Mank nur zu ganz wenigen Torchancen kommen lassen.“ Die Gäste bekamen kaum Tempo in die letzte Linie. „Mank ist kampfkräftig und normalerweise offensiv sehr gefährlich. Heute haben wir das im Verbund sehr gut wegverteidigt“, sagte der Coach. Während Ratzersdorf kontrolliert verteidigte und die Räume schloss, lief Mank an, ohne die nötige Durchschlagskraft zu entwickeln. So blieb es bei einem Spiel, das die Heimischen über weite Strecken im Griff hatten – ohne nach der Pause viel Risiko zu gehen, aber mit der nötigen Klarheit in der Arbeit gegen den Ball. In der Tabelle stehen die Gäste zwar vor Ratzersdorf (Mank 37 Punkte, Ratzersdorf 35), auf dem Platz gaben allerdings die zwei frühen Nadelstiche den Ausschlag.
Ganz ohne Gesprächsstoff ging es dennoch nicht ab. Kurz vor dem Ende gab es nach einem weiten Ball eine heikle Szene im Ratzersdorfer Strafraum. Martin Parb schilderte sie so: „Da war ein Zusammenstoß zwischen meinem Tormann und einem Mank-Angreifer, der Ball ist im Tor gelandet. Der Schiedsrichter hat aber abgepfiffen und Foul an meinem Tormann gesehen.“ Mehr passierte nicht: Ratzersdorf blieb ruhig, brachte das 2:0 seriös ins Ziel und durfte sich für eine sehr erwachsene Defensivleistung auf die Schulter klopfen. Die Mischung aus frühem Punch und diszipliniertem Verteidigen reichte, um einen robusten Gegner in Schach zu halten.
Mit diesem Auftritt im Rücken kann Ratzersdorf die kommenden Aufgaben selbstbewusst angehen – mit dem Wissen, dass die Basis stimmt und vorne die Effizienz da ist, wenn es darauf ankommt.