In der 1. Klasse West-Mitte setzte sich der SV Karlstetten/Neidling zuhause mit 1:0 gegen die SKVg Pottenbrunn durch. Pascal Atzinger entschied die Partie mit seinem Treffer in Minute 27, danach war viel Arbeit gegen den Ball gefragt. Karlstetten kontrollierte vor der Pause, brachte die knappe Führung nach einer Roten für die Gäste mit großem Einsatz über die Zeit – Trainer Marcel Zuser sprach von „110 Prozent“.

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Den besseren Einstieg erwischte Karlstetten. Trainer Marcel Zuser sagte: „Wir haben die erste Halbzeit in unserer Hand gehabt, wir haben ein, zwei gute Chancen herausgespielt und dann auch das 1:0 verdient gemacht.“ In der 27. Minute fiel das Tor des Abends: Pascal Atzinger traf zum 1:0. Zuser beschrieb die Aktion ausführlich: „Es war eine extrem schön herausgespielte Kombination. Unser Stürmer Erik Chval wurde zentral freigespielt, ist auf die Viererkette draufgedribbelt und hat im richtigen Moment den Pass in die Tiefe auf den Pascal gespielt. Sein erster Kontakt war top, dann hat er den Ball von rechts schön ins lange Eck gelegt.“ Mehr brauchte es vor der Pause nicht, denn Karlstetten blieb geordnet und hatte mehr vom Spiel.
Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie nicht, aber sie wurde zäher. Zuser sprach offen darüber, dass seine Elf „die letzten 20, 30 Minuten ein bisschen aus der Hand gegeben“ habe. Besonders bitter aus seiner Sicht: Trotz einer roten Karte für die Gäste nutzte Karlstetten die Überzahl nicht so, wie man es sich erhofft hätte. „Wir haben die Überzahl nicht ausnützen können, wir haben zwei Chancen gegen uns zugelassen und einfach Unsicherheit ausgestrahlt“, meinte er. Also rückte das Verteidigen in den Mittelpunkt. „Der entscheidende Moment war einfach das 1:0 – und dann der Wille, das Tor wegzuverteidigen. Wir haben daran geglaubt und mit 110 Prozent verteidigt und das 1:0 heimgespielt.“ Oder wie Zuser es zusammenfasste: „Wir haben im tiefen Block gut verteidigt.“ Am Ende stand die Null, die Gastgeber brachten das Resultat über die Zeit.
Im Fazit blieb Zuser zufrieden, ohne Schwachstellen zu verschweigen. „Definitiv Luft nach oben haben wir im Spiel mit dem Ball. Da müssen wir uns in den nächsten Wochen etwas überlegen“, betonte er. Gleichzeitig hob er die Kaltschnäuzigkeit hervor: „Die Chancenauswertung mit dieser einen Chance war gut.“ Pottenbrunn hatte seine Momente – „Bei weiten Einwürfen, Ecken und Freistößen waren sie immer gefährlich“ –, doch der Unparteiische hatte alles im Griff. „Der Schiedsrichter hat das extrem gut gemacht“, sagte Zuser klar. Den Unterschied brachte er simpel auf den Punkt: „Wir haben mehr gemacht als der Gegner.“
Karlstetten steht damit solide im Mittelfeld und nimmt Rückenwind mit, während Pottenbrunn im Abstiegskampf jeden Zähler braucht – Zuser wünschte den Gästen für die letzten Runden ausdrücklich alles Gute.