In der 1. Klasse West-Mitte lieferte der USC Mank im letzten Heimspiel ein wildes 6:4 gegen den TSU Förthof Hafnerbach ab. Nach 5:0-Führung schien alles entschieden, ehe die Gäste noch einmal voll zurückkamen. Erst ein Treffer tief in der Nachspielzeit sicherte Mank den Dreier. Trainer Stefan Kogler sprach von einem Spektakel und brachte es auf den Punkt: „Wir haben sehr gut gestartet – und es hinten raus unnötig eng gemacht. Am Ende ist der Sieg trotzdem verdient.“

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Mank legte los wie die Feuerwehr und hatte schon vor der Pause alles in der Hand. Pavel Konecny eröffnete in Minute 14 zum 1:0, Andreas Zimola legte nach einer halben Stunde das 2:0 nach. Kurz darauf erhöhte Dennis-Romario Raducanu (36.) auf 3:0, ehe Niklas Hiesberger genau mit dem Pausenpfiff das 4:0 drückte. Kogler freute besonders, wie klar seine Elf in den ersten 45 Minuten auftrat: „In der ersten Halbzeit waren wir bei den Standards sehr glücklich. Das waren drei Standardsituationen und eine hohe Balleroberung – da waren wir extrem effizient.“ Aus Sicht des Manker Trainers war das der Rahmen, den er sich fürs letzte Heimspiel gewünscht hatte: „Wir sind sehr gut gestartet und haben das Spiel in der ersten Halbzeit auf unsere Seite gezogen.“
Als Zimola nach der Pause noch einmal zündete und in der 60. Minute auf 5:0 stellte, rechnete kaum jemand mit einer Wende. Doch genau da wurde es hektisch. Matus Jorik verkürzte in der 66. Minute auf 5:1, Johannes Pusker legte vier Minuten später das 5:2 nach. Ein unglückliches Eigentor von Konecny (79.) brachte Hafnerbach endgültig auf Tuchfühlung, ehe Jorik in Minute 86 sogar zum 5:4 traf. „Hafnerbach hat sich auch bei 0:5 nicht aufgegeben – das war ein sensationelles Comeback“, zollte Kogler Respekt. Zur unruhigen Phase meinte er: „Beim Stand von 5:0 hat der Schiedsrichter viel laufen lassen, da hätte man das Spiel beruhigen können. Aber wir wollen nicht über den Schiri reden, sondern über unsere Leistung.“ Die Gastgeber wackelten, fielen aber nicht.
In der langen Nachspielzeit kam die erlösende Antwort: Luigi Neacsu traf in Minute 90+8 zum 6:4 und machte den Heimsieg endgültig fix. Damit passte der Abschluss zur Dramaturgie eines Abends, der für die Zuschauer tatsächlich Spektakel war. Kogler mochte keinen einzelnen Knackpunkt herausheben, setzte aber den Fokus klar auf die Haltung seiner Mannschaft: „Mich hat der Wille gefreut und die Kraft, wie wir es am Ende doch noch auf unsere Seite gezogen haben.“ Den Unterschied sah er über 90 Minuten vor allem im Chancenplus und im Fundament der ersten Hälfte: „Die erste Halbzeit war die Grundlage. Insgesamt hatten wir die größeren Möglichkeiten, deshalb ist der Sieg verdient.“ In der Tabelle bleibt Mank als Vierter (40 Punkte) vor Hafnerbach (35). Und auch abseits der Kampfmannschaft gab’s Anlass zur Freude: „Wir freuen uns sehr, dass unsere U23 den Meistertitel feiern konnte. Das ist wichtig, damit die Burschen aus der zweiten Reihe dranbleiben und Optionen für uns sind.“