In der 1. Klasse West-Mitte setzte es für den FC Kapelln eine deutliche 0:5-Heimniederlage gegen Tabellenführer FC STYX Ober-Grafendorf. Fabian Diendorfer traf vor der Pause doppelt, nach dem Seitenwechsel legten Fabian Datzreiter (2) und Georg Kolenprat nach. Für Helmut Marschik war der Sieg der Gäste verdient; der Kapelln-Trainer sah das 0:2 kurz vor der Halbzeit als Knackpunkt und haderte mit einfachen Fehlern seiner Mannschaft. Die Gäste bleiben oben auf Kurs, Kapelln rangiert weiterhin im Mittelfeld.

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Der Favorit aus Ober-Grafendorf erwischte in Kapelln den besseren Tag und legte die Basis schon in Hälfte eins. In Minute 24 stellte Fabian Diendorfer auf 0:1, kurz vor dem Pausenpfiff legte derselbe Mann nach und erhöhte in der 44. Minute auf 0:2. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen. „Das 0:2 kurz vor der Halbzeit war das entscheidende Tor“, erklärte Helmut Marschik den Knackpunkt aus seiner Sicht. Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste griffig: Fabian Datzreiter traf in der 58. Minute zum 0:3, Georg Kolenprat legte in Minute 66 das 0:4 nach. Den Schlusspunkt setzte erneut Datzreiter, der in der 80. Minute den 0:5-Endstand fixierte. Kapelln kam an diesem Nachmittag nicht mehr heran.
Kapellns Trainer ordnete die klare Niederlage ohne Umschweife ein. „Verdienter Sieg von Ober-Grafendorf, sie waren spielerisch besser. Die Tore haben wir uns aber selber gemacht“, sagte Marschik. Er verwies auch auf die Ausgangslage an der Tabellenspitze: „Ober-Grafendorf spielt um den Meister, sie wollten unbedingt den Sieg. Sie können jetzt mit einem X Meister werden.“ Seine Mannschaft fand an diesem Tag nicht das nötige Tempo. „Wir waren einfach um ein, zwei Schritte zu langsam“, so der Coach. Chancen auf einen anderen Spielverlauf sah er dennoch: „Wir hatten die Möglichkeit aufs 2:1 oder 3:1. Sie haben zweimal vor der Linie gerettet – einmal nach einem Konter und einmal nach einem Standard.“ Aus diesen Szenen zog Kapelln jedoch kein Kapital, während die Gäste ihre Möglichkeiten konsequent nutzten.
Personell musste Kapelln an diesem Spieltag ordentlich improvisieren. „Uns haben sieben Spieler gefehlt“, erklärte Marschik und betonte zugleich: „Teilweise haben wir es trotzdem gut gemacht und wenig zwingende Chancen zugelassen.“ Was fehlte, brachte er auf den Punkt: „Uns hat das Tor gefehlt. In der Offensive war die Qualität nicht da, um viele Chancen zu kreieren oder ein Tor zu machen.“ Auf der Suche nach Positivem blieb der Coach ehrlich: „Positiv war eigentlich nicht recht viel.“ Ein klares Lob gab es aber für das Gespann: „Die Schiedsrichterleistung war top. Es gab keine strittigen Entscheidungen. Einmal hat der Linienrichter fälschlich Abseits angezeigt, aber es ist eh kein Tor gefallen.“ In der Tabelle hält Ober-Grafendorf mit 59 Punkten weiter die Spitze vor Eichgraben (53), Kapelln steht mit 32 Zählern auf Rang acht – und will in den verbleibenden Aufgaben wieder auf die eigene Abschlussstärke bauen.