In der 1. Klasse West-Mitte hat der FCU Gerersdorf/E. eine ruhige Saison hinter sich und steht mit 35 Punkten auf Rang acht. Obmann Franz Haiderer klingt entsprechend zufrieden und zugleich bodenständig. „Wir haben unser Hauptziel erreicht: mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben“, sagt er und spricht von einer kompakten Einheit, die Ausfälle gut aufgefangen hat. Auch nach dem Trainerwechsel bleibt der Klub gelassen. „Die Stimmung passt. Wir gehen mit Optimismus in die neue Saison.“

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Der Blick auf die Entwicklung unterstreicht das Gefühl von Stabilität: In den ersten Runden kletterte Gerersdorf/E. bis auf Platz zwei, pendelte danach überwiegend zwischen Rang sieben und neun und schloss nun mit 35 Punkten als Achter ab. Für Haiderer passt das Bild. „Wir waren eine halbwegs kompakte Einheit und haben Ausfälle immer wieder wegstecken können“, erklärt der Obmann. Genau diese Verlässlichkeit war aus seiner Sicht das Fundament dafür, dass der Abstieg nie zum Thema wurde. „Unser Hauptziel war, ruhig zu arbeiten und dranzubleiben. Das ist gelungen“, hält er fest und ergänzt: „Die Stimmung passt, es gibt keine Probleme – damit kann man zufrieden sein.“
Ein dicker Pluspunkt war der Mann ganz vorne. „Wir haben den Torschützenkönig, Alyas Hamkar, gestellt. Er hat über dreißig Tore geschossen. Das war sportlich für uns ein Jackpot“, sagt Haiderer ohne Umschweife. Mit seiner Quote gab der Angreifer dem Team in vielen Phasen Sicherheit – zu wissen, dass vorne einer zupackt, beruhigt das ganze Kollektiv. Wichtig waren dem Obmann aber auch die präsenten Figuren rundherum. „Ahmet Oguz oder Daniel Bayer waren Führungspersönlichkeiten am Spielfeld, die die Mannschaft zusammengehalten haben“, betont er. Gerade diese Mischung aus Abschlusssicherheit und Ordnung am Feld trug dazu bei, dass Gerersdorf/E. selten ins Wanken geriet und sein Mittelfeld-Ziel absichern konnte.
Die Liga zeigte sich für Haiderer über weite Strecken ausgeglichen – fast jede Woche war etwas drin. „Das waren großteils ausgeglichene Partien, so wie es in unserer Klasse üblich ist. Wir haben gegen jeden Gegner unsere Chance gehabt“, sagt er. Hängen geblieben sind aber auch die harten Brocken. „Eines der schwersten Spiele war zu Hause gegen Eichgraben. Die waren spielerisch stark, wir haben uns nur knapp mit 0:2 geschlagen geben müssen.“ Und auch gegen den späteren Meister gab es eine Geschichte, die man nicht so schnell vergisst: „Gegen Ober-Grafendorf haben wir leider durch einen späten Elfmeter in der Nachspielzeit verloren.“ Solche engen Entscheidungen gehören zum Unterhaus-Alltag – sie erklären auch, warum Gerersdorf/E. häufig knapp unter den Top sieben, aber stabil vor der Gefahrenzone blieb.
Im Sommer rückt eine Veränderung in den Vordergrund, die im Verein aber bewusst ruhig angelegt wurde. „Der Trainer wechselt nach Gaustetten. Das war lange klar. Er wird intern ersetzt – durch Daniel Bayer, der bei uns schon sechs Jahre gespielt hat und sich nun als Trainer bewähren will“, berichtet Haiderer. Am Kader hat sich bislang wenig getan. „Fixe Abgänge gibt es eigentlich nicht – außer mein Sohn Felix, der seine Karriere beendet hat.“ Personell gibt es jedoch offene Fragen. „Ein Spieler hat eine Sehnenverletzung, da wissen wir noch nicht, wie sich das auswirkt. Und zwei Langzeitverletzte mit Kreuzbandriss werden heuer nicht mehr spielen können“, so der Obmann. Der Plan bleibt trotzdem derselbe: „Der Schwerpunkt ist wieder, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Wir wollen uns im gesicherten Mittelfeld etablieren. Die Klasse ist für uns schön, mit vielen Derbys – darauf freuen wir uns.“