Spielberichte

„Wir bleiben jung, regional und dynamisch“ – Kienast über Anzbachs Kaderumbau und Stürmersuche

1. SV Maria Anzbach

Der 1. Klasse West-Mitte-Dritte blickt nach vorne: Beim 1. SV Maria Anzbach herrscht Aufbruchstimmung nach einer Saison, die im Herbst auf Platz eins und insgesamt auf Rang drei endete. Co-Trainer Bernhard Kienast spricht von einer starken Entwicklung unter Spielertrainer Rafael Pollack, vielen Einsatzminuten für Talente und einer klaren Linie für den Sommer. Ein neuer Trainer steht vor der Bekanntgabe, zwei Leistungsträger kehren von Verletzungen zurück – und die Stürmersuche ist laut Kienast „in Kürze erledigt“.

Torhüter mit Dress in Rot-Weißer im Tor

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Herbst auf Eins, Frühjahr auf Drei – Anzbach ordnet ein

Bernhard Kienast wirkte im Gespräch entspannt und zufrieden, wenn er auf die abgelaufene Spielzeit zurückblickt. „Wir waren sehr zufrieden mit der vergangenen Saison. Wir haben den Herbst auf Platz eins abgeschlossen und das Frühjahr auf Platz drei“, sagt der Co-Trainer und verweist damit auch auf die lange Tabellenführung, ehe sein Team die Saison auf Rang drei mit 47 Punkten beschloss. Besonders hebt Kienast die Arbeit unter Spielertrainer Rafael Pollack hervor: „Durch unseren sehr guten Trainer konnten wir die Mannschaft weiterentwickeln.“ Diese Entwicklung zeigte sich nicht nur im Ergebnis, sondern auch in der mutigen Linie, den Jungen früh Verantwortung zu geben. „Viele Junge haben Chancen bekommen – Laurenz Huemer hat sein erstes Tor gemacht, und Matthias Lang hat mit einer schönen Flanke ein wichtiges Tor vorbereitet“, so Kienast. Für einen Klub wie Anzbach ist das mehr als eine Randnotiz: Es ist ein Wegweiser, wie man Leistung und Ausbildung unter einen Hut bringt – und trotzdem vorne mitspielt.

Jung, regional, dynamisch: Kaderumbau mit Augenmaß

Wer Kienast zuhört, merkt schnell, dass Anzbach seine Identität schärft. „Die Stimmung ist sehr gut. Wir bleiben jung, regional und dynamisch und wollen Schule und Ausbildung mit dem Fußball verbinden“, erklärt er. Konkret heißt das: „Es gab diverse Abgänge, unter anderem der Spielertrainer, dazu ein Verteidiger und zwei Mittelfeldspieler. Das haben wir mit Talenten aufgefrischt – aus Würmla kamen zwei Spieler, dazu ein arrivierter Mann aus der Region und ein weiterer junger, dynamischer Spieler.“ Namen einzelner Abgänge fallen im Zusammenhang mit den Kaderveränderungen, doch der Tenor bleibt positiv: Der Kader soll breiter, frischer und entwicklungsfähig sein. Auch die Trainerfrage ist adressiert: „Wir geben den neuen Trainer in Kürze bekannt“, sagt Kienast, ohne ins Detail zu gehen. Der Blick über den Tellerrand zeigt, wo die Messlatte liegt: „Obergrafendorf hat mich sehr beeindruckt und war mit Abstand die beste Mannschaft mit den besten Einzelspielern“, ordnet er den Meister ein – ein realistischer Maßstab für das, was Anzbach in der neuen Saison anpeilt.

Verletzte auf dem Weg zurück und ein klares Ziel für die neue Saison

Wichtige Personalien geben zusätzlichen Rückenwind. „Aktuell gibt es zwei schwer verletzte Spieler, die zu Saisonbeginn wieder fit sind: Hofbauer und Weidinger. Beide wurden im Winter verletzt, können wieder laufen und leicht trainieren“, erklärt Kienast. Parallel arbeitet der Verein am letzten Puzzleteil im Offensivbereich: „Die Stürmersuche wird in Kürze erledigt sein. Wir sind in heißen Gesprächen und kurz vor dem Abschluss.“ Die Marschroute für die nächste Spielzeit lässt keinen Interpretationsspielraum: „Das Ziel ist, ganz vorne mitzuspielen“, sagt der Co-Trainer – und ergänzt, worauf es in Maria Anzbach ebenso ankommt: „Jeder Spieler und jeder Zuschauer soll Spaß haben, uns zuzusehen. Wir wollen Offensivfußball am Anzbacher Sportplatz zeigen.“ Mit der Rückkehr zweier zuletzt verletzter Spieler, einem frischen, regional geprägten Kern und baldiger Trainerlösung wirkt der Dritte der vergangenen Saison gut gerüstet, um genau das auf den Platz zu bringen.