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„Ab da ist es bergauf gegangen“ – Kirchberg blickt nach Platz 10 zuversichtlich in den Sommer

SC Kirchberg/P.

Der Sportclub Kirchberg an der Pielach beendet die Saison in der 1. Klasse West-Mitte auf Rang 10 und fixiert damit den Klassenerhalt. Nach einem wackligen Herbst mit nur einem Zähler aus den ersten vier Partien legte Kirchberg im Frühjahr spürbar zu und stabilisierte sich. Obmann-Stellvertreter Jürgen Grasmann sieht eine klare Entwicklung: Die Mannschaft sei „zu einer Einheit geworden“. Gleichzeitig öffnet der Sommer einige Baustellen: Der starke Keeper Marc Traby geht, Kapitän Matthias Teifer hört auf. Trotz dieser Einschnitte überwiegt im Pielachtal der Optimismus für den Neustart.

Ball in Neonfarben auf Rasen vor Tornetz

Foto von Ben Hershey auf Unsplash

Vom Fehlstart zur Einheit

Kirchbergs Saison hatte zwei Gesichter, und Jürgen Grasmann setzt die Markierungen klar: „Nachdem wir in der Herbsttabelle an elfter Stelle waren und aus den ersten vier Spielen nur einen Punkt gemacht haben, mussten wir uns mit dem Abstieg auseinandersetzen.“ Die Antwort folgte im Paket. „Aus den nächsten sechs Spielen haben wir fünf Siege gefeiert, beginnend mit dem 5:0 gegen Rappersdorf“, schildert der Obmann-Stellvertreter. Aus seiner Sicht war dieser Lauf mehr als nur eine Ergebnisserie. „Ab da ist es bergauf gegangen und die Mannschaft ist zu einer Einheit geworden.“ Die Tabelle spiegelt das wider: Kirchberg pendelte sich hinten heraus im gesicherten Mittelfeld ein und schloss mit 30 Punkten als Zehnter ab – solide, nach einem Herbst, der noch deutlich unruhiger gewirkt hatte.

Klassenerhalt fix, aber Personalfragen bleiben

Der sichere Verbleib in der Liga tut gut, das spürt man im ganzen Verein. „Die Stimmung ist natürlich durch den geschafften Klassenerhalt gut“, sagt Grasmann. Ganz ungetrübt ist sie aber nicht, denn zwei Eckpfeiler fehlen künftig. „Der Tormann Marc Traby, der im Frühjahr sehr wertvoll für uns war, geht leider weg und unser Kapitän Matthias Teifer hört auf.“ Das reißt Lücken – und er benennt auch die erste Lösung: „Statt Marc Traby wird wieder unser Tormann Ladan spielen, der sich in der Winterpause verletzt hat.“ Die Nachfolge auf der Kapitänsposition ist offen. „Die Position von Matthias Teifer ist noch nicht nachbesetzt“, so Grasmann. Der Tenor: Baustellen sind vorhanden, doch das Fundament passt – und das ist der Zusammenhalt, der die Mannschaft durchs Frühjahr getragen hat.

Jugend setzt Zeichen – Stabilität im Trainerteam und ein klarer Sommerplan

Rückenwind kommt auch aus der Kabine: „Verletzte Spieler haben wir Gott sei Dank nicht. Im ganzen Frühjahr haben wir großteils mit der besten Mannschaft spielen können“, sagt Grasmann. Diese Konstanz half beim Punkten – und sie soll bleiben. „Wir haben im ganzen Jahr mit dem Alexander Klandinger als Trainer gearbeitet. Das hat sehr gut funktioniert und er bleibt weiterhin der Trainer.“ Einziger Wechsel im Staff: „Beim Reservetrainer gibt es einen Wechsel, Christian verlässt uns.“ Sportlich stützt Kirchberg die Achse aus Erfahrung und Mut zur Jugend. „Ganz wichtig war sicher unser Tormann Marc Traby, menschlich und sportlich sehr stark, und unser fünfzehnjähriger Johannes Pfaffenlehner, der in die erste Mannschaft gekommen ist und eine sehr gute Entwicklung gemacht hat. Im letzten Spiel ist auch noch der fünfzehnjährige Gabriel Zagler in die Mannschaft gekommen.“ Den Maßstab an der Spitze kennt man: „Ober-Grafendorf war mit Abstand die stärkste Mannschaft und hat verdient den Meistertitel geholt“, sagt Grasmann – die Tabelle weist FC Ober-Grafendorf auf Platz 1 aus. Für Kirchberg heißt das: die Tormannfrage sauber lösen, die Kapitänsnachfolge klären und den gewachsenen Teamspirit in den Herbst tragen. Dann darf Platz 10 der Startpunkt sein – und nicht die Zielmarke.