In der 1. Klasse West hat sich Martin Flatzelsteiner mit seinem USV Intersport Winninger Ferschnitz in der Herbstsaison Schritt für Schritt ins gesicherte Mittelfeld gearbeitet. Nach einem starken Beginn, gefolgt von einer hartnäckigen Schwächephase, blieb die Mannschaft in den letzten sieben Spielen des Herbstes ungeschlagen – eine Serie, die sie bis auf Platz acht der Tabelle brachte. In den jüngsten Begegnungen erkämpfte das Team jeweils ein Remis gegen die TSU Allhartsberg und den FCU Winklarn, teilte die Punkte mit dem SCU Wallsee, feierte Siege gegen die SU Haag, den ASK Hausmening sowie den SCU St. Georgen/Y. und holte zum Abschluss gegen den SV Petzenkirchen ein weiteres Unentschieden. Ferschnitz zeigt damit Konstanz und Stabilität – ganz im Sinne seines Trainers.

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Flatzelsteiner betont im Gespräch, dass insbesondere der Teamgeist und der Charakter der Mannschaft den Unterschied ausmacht: „Die Mannschaft ist sehr zusammengeschweißt. Wir haben wenige Veränderungen – das sorgt für Kontinuität und Zusammenhalt.“
Der Coach ist nun seit eineinhalb Jahren im Amt und sieht darin einen zentralen Faktor für die positive Entwicklung seines Teams. Nach einem „hartnäckigen sportlichen Tief“ fand Ferschnitz im Herbst schnell wieder in die Spur und legte eine Serie ohne Niederlage hin – ein Spiegelbild der mannschaftlichen Geschlossenheit, auf die der Trainer besonders stolz ist.
Auch personell setzt Flatzelsteiner auf Balance zwischen Erfahrung und regionaler Bindung. Er bestätigt geringe Veränderungen im Kader und erläutert: „Es gab mit Oliver Kössl einen Abgang, das ist schade, denn er hat sehr gut zu uns gepasst, jedoch wollte er es noch einmal bei seinem Heimverein versuchen. Auch Michael Lochner wird aus privaten Gründen ein wenig kürzertreten. Wir hoffen alle in Ferschnitz, dass er dennoch noch des öfteren gesehen wird. Im Gegenzug haben wir zwei Zugänge aus der Umgebung – das ist die Richtung, die dieser Verein gehen will. Sie passen sehr gut zu uns, und wir hoffen und sind sehr zuversichtlich, dass sie uns weiterhelfen werden.“
Besonders erfreulich: Der gesamte Kader ist aktuell verletzungsfrei, was die Trainingsarbeit enorm erleichtert. Zudem rücken laut Flatzelsteiner bereits einige 15- und 16-jährige Talente aus der Jugend nach, die schrittweise an den Erwachsenenfußball herangeführt werden sollen – eine Investition in die Ferschnitzer Zukunft.
In einer spielerisch und körperlich starken Klasse wie der 1. Klasse West, in der laut Flatzelsteiner „sehr viele gute Einzelspieler“ aktiv sind, behauptet sich Ferschnitz durch Anpassung, Mentalität und mannschaftliche Geschlossenheit. Der Blick auf die Tabelle zeigt ein solides Fundament mit 16 Punkten aus 13 Spielen und Platz acht. Flatzelsteiner weiß, dass die kommenden Begegnungen wegweisend sein werden, um sich dauerhaft im Mittelfeld zu etablieren oder weiter nach oben zu klettern.
Man will ein gestandenes 1. Klasse Team werden. Mit einer verletzungsfreien Mannschaft, stabiler Struktur, Vorfreude und großem Teamgeist blickt Ferschnitz selbstbewusst ins Frühjahr. Der Trainer fasst zusammen: „Wir haben uns zurückgekämpft, und das war eine sehr starke Leistung mit einer sehr guten Mentalität.“ In Ferschnitz ist das Gefühl gewachsen, dass diese Entwicklung erst der Anfang sein könnte.